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Karstadt-Insolvenz

Weiter eine Hängepartie - Amtsgericht verschiebt Entscheidung

Das Amtsgericht Essen hat die Entscheidung über die Genehmigung des Karstadt-Insolvenzplans erwartungsgemäß erneut verschoben. Ein neuer Verkündungstermin sei auf den 3. September festgesetzt worden, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Das Gericht geht davon aus, dass dann «eine endgültige Entscheidung über die Bestätigung des Insolvenzplanes ergehen kann». Unterdessen mahnt Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zur Eile.

Görg sagte, dass mit der Holding des Investors Nicolas Berggruen vereinbart worden sei, dass die noch offene Bedingung bis zum 2. September erfüllt sein soll. «Einzig und allein der Vollzug des Kaufvertrags steht als Bedingung für den Insolvenzplan weiterhin aus», erklärt Görg. Dazu aber fehle die Einigung der Holding mit dem Vermieterkonsortium.

Alle Beteiligten hätten signalisiert, dass sie sich endlich zu einer abschließenden Lösung durchringen können, hieß es weiter. Dazu bedarf es nun einer weiteren Versammlung der Gläubiger des Vermieterkonsortiums, zu der kurzfristig eingeladen werden soll.

Zugleich forderte Görg, dass das Insolvenzplanverfahren im Interesse aller Gläubiger so schnell wie möglich aufgehoben werden sollte. «Dies ist ausschließlich mit dem Vertragspartner Berggruen möglich.» Die Kaufhaus-Kette wirtschafte derzeit erfolgreich. Mittel- und langfristige Investitionen könnten mit Abschluss der Insolvenz zügig ausgelöst werden.

Darüber hinaus drängte Görg zur Eile. «Alle Beteiligten hätten in diesem Insolvenzverfahren nun ausreichend Zeit bekommen, wirtschaftlich vernünftige Lösungen zu erarbeiten», sagte er. «Hätten die Beteiligten ebenso viel Energie in konstruktive Lösungen wie in Medienkampagnen gesteckt, könnte Karstadt sich schon heute noch erfolgreicher am Markt positionieren.»

Ein Sprecher Berggruens hatte am Montag erklärt, dass sich der Investor und das Vermieterkonsortium Highstreet kaufmännisch längst einig seien. Das Konsortium müsse sich nun mit einem Teil seiner Gläubigern einigen und die Vereinbarung in die Verträge einarbeiten. Dazu sei eine außerordentliche Hauptversammlung erforderlich.

(ddp)


 


 

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