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Verkehrsleitbild Rheinland

An wachsenden Bedarf anpassen

Es wird eng auf deutschen Autobahnen. Allein der Bund rechnet mit einer Steigerung des Verkehrsaufkommen auf der Straße um 79 Prozent. Darum haben jetzt die Industrie- und Handelskammern im Rheinland ihr Verkehrsleitbild Rheinland vorgestellt, das Perspektiven bis ins Jahr 2025 aufzeigen soll und Neu- und Ausbauforderungen der IHKs Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein auflistet.

„Wir wissen, dass gut ausgebaute Infrastrukturen zu den bedeutendsten Standortfaktoren gehören“, betonte Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln, und fügte hinzu: „Und wir wissen auch, dass das Verkehrsaufkommen trotz der Krisenzeiten langfristig enorm wachsen wird."

Das Rheinland werde von diesem Wachstum besonders profitieren können. Diese Chance könne aber nur genutzt werden, wenn die Infrastruktur dem wachsenden Bedarf angepasst wird. Ferger: „Wir haben rund 30 Infrastrukturprojekte identifiziert, die als Neu- oder Ausbau Netzwirkungen entfalten und somit zur Bewältigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens beitragen."

Der Bundesverkehrswegeplan rechnet beim Verkehrsaufkommen mit einer Steigerung von 79 Prozent im Straßengüterverkehr. In gleichem Maße werde der Seehafen-Hinterlandverkehr von und zu den Nordseehäfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam anwachsen. Damit dürften die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur deutlich zunehmen. Deshalb fordert Wolfgang Stromps, Vizepräsident der IHK Mittlerer Niederrhein, für den Ausbau Geld aus Berlin: „Die Verkehrsinfrastruktur ist chronisch unterfinanziert. Um den Investitionsbedarf zu decken, müssen im Bundeshaushalt jährlich zwölf Milliarden Euro bereitgestellt werden.“

Lückenschluss A 44 gefordert

Die IHKs im Rheinland fordern unter anderem den Lückenschluss der A 44 zwischen Ratingen-Ost und Velbert. Im Schienenverkehr setzen sich die Industrie- und Handelskammern für die Schaffung von leistungsfähigen Verbindungen zu den Seehäfen Rotterdam (Betuwe-Linie) und Antwerpen (Eiserner Rhein) sowie die Realisierung des Rhein-Ruhr-Expresses und der Circle-Linie aus. Ferner soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln, Aachen und Brüssel vollendet werden.

Die IHKs sprechen sich für die Ausweisung von Gewerbeflächen entlang der Verkehrsachsen, einen stärkeren Wettbewerb im ÖPNV sowie die Sicherung der Binnenhäfen und der Flughafenstandorte aus. 

(Redaktion)


 


 

Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Köln
Wolfgang Stromps
Vizep

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