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Android-Programm

App verspricht Stresstest - und Gesundheit

Ein Mini-Programm als Stress-Tester: Die neue "Android Remote Sensing App" soll die Belastung der User messen und nebenbei noch die Gesundheit verbessern - das zumindest verspricht ein findiger Wissenschaftler der University of Cambridge, der das "AIRS" entwickelt hat.

Remote Sensing App - wie der Name bereits vermuten lässt, han- delt es sich dabei um ein kleines Programm, das alle verfügbaren Sensoren bündelt, die in Smartphones verbaut werden, und die gesammelten Daten anschließend mithilfe einer speziellen Software auf die Stressbelas- tung hin auswertet. 

"Die AIRS-App greift auf die gesamte Sensorik von mobilen Endgeräten zurück, um physikalische Veränderungen zu registrieren", zitiert das US-Portal Slate den zuständigen Projektleiter Dirk Trossen, Senior Researcher am Computerlabor der University of Cambridge. Diese Messungen seien notwendig, um besonders stressige Momente unseres Lebens ausfindig zu machen. "Durch diesen Ansatz unterstützt uns die App dabei, besser mit Druck umzugehen und kann so auch den Gesundheitszustand der Nutzer verbessern", betont Trossen. Länger anhaltender Stress könne diesen nämlich negativ beeinflussen. "Die Tatsache, dass die jetzige Arbeiter- generation länger arbeiten muss als ihre Vorgänger, zeigt, dass Stress-Management immer wichtiger wird."

Mehr als 60 Messwerte

Doch wie muss man sich die Funktionsweise der App konkret vorstellen? "Insgesamt können mehr als 60 verschiedene Messwerte abgerufen werden", erläutert Trossen. Dazu gehören neben der genauen Protokollie- rung von Telefongesprächen und verschickten Textnachrichten oder dem Erfassen der geografischen und räumlichen Lage, die in Smartphones durch das integrierte Accelerometer bestimmt wird, mitunter auch eine Auswertung des Geräuschpegels der näheren Umgebung oder verändernde Umwelteinflüsse bzw. wechselndes Wetter, das sich über Abweichungen im Luftdruck oder der allgemeinen Lichtverhältnisse messen lässt.

"Man kann sogar die jeweilige aktuelle Gemütslage der User herausfinden, wenn man die Emoticons auswertet, die bei SMS-Botschaften mitverschickt werden", ergänzt Trossen. Durch separat angebrachte Monitore werde dann noch die Überwachung der Puls- und Herzschlagdaten ermöglicht. "Die Daten werden dann in eine spezielle Software eingespeist und entsprechend visualisiert. Der User kann dann seinen Tagesverlauf bis ins Detail einsehen und genau nachvollziehen, wann und unter welchen Umständen er besonders belastet war."

Gesundheits-Apps im Trend

Dass der allgemeine Hype um Smartphones und Tablets auch vor dem Gesundheitssektor nicht Halt macht, zeigen auch andere interessante App-Entwicklungen. Schon im Oktober 2011 sorgte etwa die US-Firma Mobile NIM mit einer Handy-Applikation für Schlagzeilen, die Röntgenbilder oder Magnetresonanz-Scans auf das Handy- oder Tablet-Display bringt. Der Arzt kann die Aufnahme dann auswerten und eine Diagnose stellen. Für Patienten gibt es eine eigene Anwendung, mit der sie die Bilder betrachten können.

(Redaktion)


 


 

Dirk Trossen
University of Cambridge
Android Remote Sensing App

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