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Wegen Millionenbetrugs

Prozessauftakt gegen Kaviar-Produzenten

Am Düsseldorfer Landgericht hat heute die Neuauflage im Prozess zu einem großangelegten Betrug um Bau, Finanzierung und Betrieb von Störzuchtanlagen begonnen.

Das Verfahren gegen den 54-jährigen Chef des Unternehmens Caviar Creator war Anfang Juni abgebrochen worden, nachdem der Vorsitzende Richter plötzlich verstorben war. Jetzt wird das Verfahren vor einer anderen Kammer des Landgerichts neu aufgerollt.

Zum Auftakt des Prozesses wurde die Anklage verlesen. In den kommenden Verhandlungstagen sollen Ermittlungsbeamte angehört werden. Für die kommende Woche hat der Angeklagte dann eine Einlassung angekündigt.

Schaden bei 18 Millionen Euro

Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, Tausende Anleger aus Deutschland und der Schweiz betrogen zu haben. Die angeklagte Schadenssumme liegt bei rund 18 Millionen Euro. Der Geschäftsführer soll einen nicht realisierbaren Börsengang immer wieder angekündigt und überhöhte Gewinne versprochen haben. So hatte der Angeklagte laut Ermittlungen angeblich immer wieder behauptet, seine Firma werde auf dem Weltmarkt eine führende Position bei der Produktion von Kaviar einnehmen. Geplant war die Produktion von Tausenden Tonnen Kaviar pro Jahr, hochmoderne Fischfarmen sollten an verschiedenen Orten auf der Welt gebaut werden. Entstanden ist allerdings bislang lediglich eine Zuchtanlage in Mecklenburg-Vorpommern. 

Der Angeklagte war im Frühjahr in den USA festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Für den Prozess sind 29 Verhandlungstage angesetzt. Mit dem Urteil wird nicht vor Ende Dezember gerechnet.

(ddp)


 


 

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