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Angekündigte Sanktionen der USA

IHK sorgt sich um Russlandgeschäft

Die IHK Düsseldorf blickt mit Sorge auf die angekündigten neuen Wirtschaftssanktionen der USA gegenüber Russland. Da sich die Maßnahmen unter anderem gegen Unternehmen richten, die mit Russland beim Ausbau seiner Energieinfrastruktur zusammenarbeiten, muss befürchtet werden, dass hiervon auch deutsche Unternehmen betroffen sein werden. Allein im Bezirk der IHK Düsseldorf unterhalten rund 500 Unternehmen Geschäftsbeziehungen mit Russland.

In den angekündigten Sanktionen wird explizit die North Stream 2-Pipeline genannt, was insbesondere deutsche Unternehmen treffen würde. "Erst seit wenigen Monaten verspüren wir wieder einen Aufwärtstrend in den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Dieses zarte Pflänzchen der Wiederbelebung droht nun Schaden zu nehmen. Von 2012 bis 2016 hat sich der deutsche Export nach Russland fast halbiert", so Dr. Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Außenwirtschaftsabteilung der IHK Düsseldorf. Für problematisch hält die IHK Düsseldorf insbesondere die extraterritoriale Wirkung der geplanten Maßnahmen.

Deutsche Unternehmen exportierten 2016 Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro nach Russland. Im Jahr 2012 waren es noch Waren für 38,1 Milliarden Euro. Rund 5.300 deutsche Unternehmen sind in Russland mit einer Niederlassung oder Repräsentanz aktiv, davon rund 500 mit Sitz im Bezirk der IHK Düsseldorf.

Die IHK Düsseldorf hat hier (Dokumentennummer 3799548) ein Merkblatt der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer hinterlegt, in dem über die geplanten Maßnahmen und ihre möglichen Auswirkungen informiert wird.

(Redaktion)


 


 

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