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Apollos Crazy X-Mas

Fliegende Körper, menschliche Pyramiden und Rockmusik unterm Weihnachtsbaum

Die Tage werden kürzer, in den Discountern liegen stapelweise die Lebkuchen – höchste Zeit, sich Gedanken über Weihnachten zu machen! Zeitlich einen Schritt voraus ist das „Apollo Variéte“ unter der Rheinkniebrücke

Bereits seit Ende Oktober läuft dort das aktuelle Weihnachtsprogramm. Stilechtes Motto: „Crazy X-Mas“.

Geschmückte Weihnachtsbäume auf der Bühne, Christbaumkugeln unter der Decke und Kunstschnee allüberall – die Bühne stimmt sofort auf Weihnachten ein.

Und kaum ist der Vorhang richtig auf, legt die „Crazy-X-Mas-Band“ mit Max Buskohl als Sänger los. Endlich, wie beim Programm „Route 66“, wieder Live-Musik im Varieté: rockig, schräg, laut und zum Start ganz im Stil der Altrocker Guns’n’Roses. Mühelos wechseln die Band-Mitglieder zwischen Klassikern der Rockmusik und Weihnachtsliedern, untermalen zudem einen Großteil der Varieté-Nummern – das macht Laune.

Gegen die Schwerkraft und dosierte Kraft

Auch die Artisten glänzen mit Spitzenleistungen. Wenn die Turnakrobaten Andrei und Aliaksandr am Vierfach-Reck Reck über, neben- und untereinander schwingen, durch die Luft fliegen und dabei die Gesetze der Schwerkraft auflösen, halten die Besucher erstaunt den Atem an.

Atemlose Spannung im Saal auch bei den Kalashnyk-Brothers. Es gibt viele Hand-auf-Hand-Akrobaten, aber nur wenige, die mit solcher Körperbeherrschung und dosierter Kraft menschliche Pyramiden bauen, sich gleich zweifach in die Waagerechte legen oder in der Senkrechten kopfüber nur durch Anlegen an die jeweils andere Schulter das Gleichgewicht halten – beeindruckend!

Weitere Vorführungen mit Hula-Hoop-Reifen, am Luftring, mit dem Diabolo und auf Powerizern (das sind die Sprungstelzen, die man sich unter die Füße schnallen kann) runden ein Programm ab, das vor allem in der zweiten Hälfte überzeugt.

Die Musiker reißen es wieder raus...

Das zweiköpfige Wallstreet Theatre, das hier als Herr Schultze und Herr Schröder auftritt und die einzelnen Auftritte verbindet, gibt sich viel Mühe, lässt aber nicht immer den Funken überspringen. Sei’s drum: Die Musiker samt fahrbarem Schlagzeug reißen es wieder raus.

Schade nur, dass angesichts der üppigen Weihnachtsdeko der vielfach praktizierte Schluss-Blick aus dem „Apollo“-Theater auf die Rheinwiesen diesmal nicht möglich wird. Aber da bald Weihnachten ist, kann man diesen Wunsch fürs nächste Programm ja unter den Weihnachtsbaum legen…

(Wolfram Lotze)


 


 

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