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ARAG Experten-Tipps

Wenn der Start verschoben wird - welche Rechte haben Flugtouristen?

Flüge fallen aus. Verspätungen sind häufig angesagt. Welche Rechte hat der Pauschaltourist bei solchen Erschwernissen? Tipps von den ARAG Experten.

Pauschalurlauber kennen das: Kurz vor Antritt des Fluges teilt der Veranstalter mit, dass der ursprünglich für vormittags angekündigte Abflug erst am späten Abend stattfindet. Oder am letzten Abend im Hotel kommt die Info, dass der Flieger zurück nach Hause leider doch schon um sechs Uhr morgens startet. Ärgerlich und schlecht für die Urlaubserholung ist beides. Aber ist die Verlegung der Flugzeiten überhaupt zulässig? ARAG Experten erklären, was die Veranstalter dürfen und was nicht mehr erlaubt ist.

Änderungsvorbehalt ohne Grenzen?

Bei den Veranstaltern ist es gängige Praxis, dass sie sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorbehalten, Flugzeiten zu ändern. Oft findet sich ein solcher Hinweis auch zusätzlich in der Buchungsbestätigung. Das mag zwar aus Sicht der Veranstalter verständlich sein, denn nicht immer stehen bei der Buchung die Zeiten für Charterflüge schon fest. Deshalb gesteht das Reisevertragsrecht dem Veranstalter grundsätzlich auch eine Änderung von wesentlichen Reiseleistungen zu. Dazu gehören eben auch die Flugzeiten.

Trotzdem darf der Änderungsvorbehalt keine beliebige Verlegung der Flugzeiten erlauben, sonst ist er unwirksam. Das geht aus einem aktuellen Urteil hervor. Im dortigen Fall hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die AGB eines großen Reiseveranstalters geklagt. In denen hieß es "Unverbindliche Flugzeiten - Änderungen vorbehalten" und "aktuelle Flugzeiten im Ticket". Die Richter hielten diesen so genannten Änderungsvorbehalt für unwirksam, weil es danach dem Veranstalter freistand, von den Angaben in der Buchung ohne Voraussetzungen oder Grenzen abzuweichen. Das aber sei für die Kunden nicht zumutbar. Die voraussichtlichen Zeiten sind nicht unverbindlich, sondern Bestandteil des Reisevertrages. Er dürfen sich lediglich Änderungen aus triftigem Grund vorbehalten werden, welche für den Kunden zumutbar sind (LG Düsseldorf, Az.: 12 O 224/11).


 


 

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