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Wann der Wohnwagen-Ausflug zum teuren Spaß wird

Fahren mit Saisonkennzeichen, Parken mit dem Wohnmobil: Pünktlich zum sonnigen Frühlingswetter erklären ARAG Experten, was erlaubt ist und wann es für den Halter teuer werden kann.

Wohnwagen am Straßenrand

Wohnwagenbesitzer sollten sich auch Gedan- ken über den dazugehörigen Stellplatz machen. Denn Wohnwagen dürfen nach dem Gesetz nicht einfach über einen längeren Zeitraum am Straßenrand oder auf öffentlichen Parkplätzen geparkt werden. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt es, mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug dürfe nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld von 20 Euro geahndet. 

Wird der Wohnanhänger zusammen mit dem Pkw - sprich: an diesen angekoppelt - geparkt, kann das Gespann auch über einen längeren Zeitraum stehen bleiben. Auch wenn der Caravan nur für kurze Zeit abgestellt wird, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass das Parken dort nicht ausnahmsweise "nur für Pkw" erlaubt ist. Denn Wohnanhänger zählen nicht zu den Pkw.

Einschränkungen bei großen Wohnmobilen

Wohnmobile dürfen grundsätzlich unbegrenzt lange auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen abgestellt werden, solange sie zugelassen sind. Aufpassen muss nur, wer ein Wohnmobil sein eigen nennt, dass mehr als 7,5 Tonnen wiegt. Für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen sieht die StVO nämlich eine Einschränkung beim Parken vor: Mit ihnen darf innerhalb geschlossener Ortschaften in Wohngebieten und Erholungsgebieten in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht geparkt werden.

Vorsicht bei abgelaufenem Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen sind vor allem bei Cabriobesitzern beliebt: Weil das Fahren mit offenem Verdeck ohnehin nur bei sommerlichem Wetter so richtig Spaß macht, kann man das gute Stück über den Winter ruhig abmelden und damit noch Steuern und Versicherungsbeiträge sparen. Aber Vorsicht: Ist das Kennzeichen abgelaufen, darf das Auto auf keinen Fall vom privaten Parkplatz bewegt werden - nicht einmal das Anlassen ist erlaubt. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 50 Euro und 3 Punkten im Flensburger Verkehrszentral- register geahndet. Schon das bloße Parken auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen ist im Übrigen verboten. Wer dagegen verstößt und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Steht das Ende der "Kennzeichensaison" bevor, sollte das Auto auf einem privaten Stellplatz geparkt werden. Der Werkstatt- oder TÜV-Besuch sollte noch vor Ende der ablaufenden oder zu Beginn der neuen Zulassungsperiode eingeplant werden. Und wer sein Auto unbedingt außerhalb der Saison bewegen muss, kann sich beim Straßenverkehrsamt ein Kurzzeitkennzeichen (auch 5-Tages-Kennzeichen genannt) besorgen.

(lifepr )


 


 

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