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Winterreifen

Pflicht bei Eis und Glätte

Nicht nur der normale PKW-Fahrer sollte sich um den Wechsel seiner Sommerreifen kümmern. Auch Rollerfahrer unterliegen dieser Pflicht und beugen so Unfällen vor. Auch beim Mietwagenverleih gilt es, die Augen offen zu halten, raten die Experten der ARAG-Versicherung.

Ein Verstoß gegen die Winterreifenpflicht ist mit der grundlegenden Reformierung des Flensburger Punktesystems zum 1. Mai 2014 teuer geworden. Die Details sind in der „Zehnten Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ geregelt. Dort ist unter anderem festgelegt, welche Verkehrsverstöße nach dem neuen Punktesystem mit einem, zwei oder drei Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister bewertet werden. So gibt es für Straftaten wie Trunkenheit im Verkehr oder unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, wenn gleichzeitig die Fahrerlaubnis entzogen wurde, drei Punkte. Zwei Punkte werden für fahrlässige Tötung oder Nötigung vergeben, falls vom Richter ein Fahrverbot verhängt wurde. Zudem werden Ordnungswidrigkeiten wie unerlaubtes Überholen oder das Wenden auf der Autobahn mit zwei Punkten bestraft. Einen Punkt gibt es beispielsweise für einen Halteverbotsverstoß, wenn Rettungsfahrzeuge behindert werden. Bußgelder für Delikte wie das Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt sind teurer geworden. Und auch ein Verstoß gegen die Winterreifenpflicht kostet inzwischen nicht mehr 40, sondern 60 Euro, so die ARAG Experten.

Pflicht gilt auch für Zweiräder

Die Winterreifenpflicht gilt ebenfalls für Mofas, Motorroller oder Motorräder. Wer insbesondere in den Wintermonaten auf seinem motorisierten Zweirad unterwegs ist, muss die Bereifung der jeweiligen Wettersituation anpassen. Da in der gesetzlichen Regelung sowohl in der alten Fassung als auch im neu formulierten Gesetz die Rede von Kraftfahrzeugen ist, gilt diese Regelung auch für motorisierte Zweiräder aller Art. Diesbezüglich beklagen allerdings die ARAG Experten, dass es nicht für alle Zweiradtypen einen entsprechenden Pneu gibt, obwohl einige Reifenhersteller bereits Winterreifen für Roller und Motorräder anbieten. Deshalb empfehlen die ARAG Experten, dass Zweirad bei winterlichen Straßenbedingungen lieber stehen zulassen.

Mietwagen

Bei Mietwagen gilt es auf die Bereifung zu achten, da viele Autovermieter nur einen Teil ihrer Flotte mit Winterreifen ausstatten. So sollten Autofahrer bereits bei der Buchung auf Winterreifen bestehen und bei Fahrtantritt auf die Bereifung achten, um so Gefahren und Konflikte mit den Ordnungshütern zu vermeiden, raten die ARAG Experten. Allerdings müssen sich die Nutzer dafür auf teilweise hohe Zusatzkosten in Form von Winterreifen-Aufschlägen gefasst machen. Ein Preisvergleich kann sich also durchaus lohnen. Ein kleiner Tipp: Ist der Anbieter trotz winterlicher Verhältnisse bei Entgegennahme eines bestellten Leihwagens nicht in der Lage, ein Fahrzeug mit Winterreifen zur Verfügung zu stellen, ist der Mieter berechtigt, aufgrund von fehlender Verkehrstauglichkeit von der Reservierung zurückzutreten.

(Redaktion)


 


 

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