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ARAG Versicherung

Kräftiges Wachstum im Kerngeschäft

Der Düsseldorfer Versicherungskonzern ARAG hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. In seinem Kerngeschäft, dem Rechtsschutz, wuchs das Familienunternehmen im In- und Ausland kräftig. Zu Gerüchten über die Zukunft der Lebensversicherungssparte wollte das Unternehmen keine ausführliche Stellung nehmen.

"Der ARAG Konzern zeigte sich im Jahr 2015 in einer ausgesprochen guten Verfassung. Wir entwickeln uns in einigen Feldern klar besser als der Wettbewerb. Das ist das Ergebnis langjähriger präziser Arbeit, wie sie nur im Umfeld eines stabilen Familienunternehmens geleistet werden kann", sagte Dr. Paul-Otto Faßbender, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär des ARAG Konzerns bei der Bilanzvorlage. Im Geschäftjahr 2015 erzielte das Düsseldorfer Familienunternehmen Beitragseinnahmen von 1,65 Milliarden Euro. Dabei lag das deutsche Versicherungsgeschäft mit einer Steigerungsrate von 2,6 Prozent deutlich über dem Marktschnitt von 0,6 Prozent. Das internationale Rechtsschutzgeschäft wuchs mit 7,7 Prozent noch deutlicher als im Vorjahr. Insgesamt steigerte die ARAG ihre Einnahmen im Versicherungsgeschäft um 4,3 Prozent. Das Wachstum resultiert aus dem Ausbau des Versicherungsbestandes – der Policenbestand stieg von 6,4 Millionen auf 6,6 Millionen Stück. Die Konzern-Gesamtleistung inklusive der Dienstleistungsgesellschaften erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 9,1 Prozent von 60,6 Millionen Euro auf 66,1 Millionen Euro. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank hingegen wegen des schwierigen Kapitalmarktes nach dem Rekordwert von 84,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 66,7 Millionen Euro.

Gute Eigenkapitalrendite

Die ARAG hat an ihre Kunden im Jahr 2015 Leistungen in Höhe von 974,6 Millionen Euro (Vorjahr: 985,9 Millionen Euro) ausbezahlt. Die Konzern-Schadenquote sank damit von 62,9 Prozent auf 59,7 Prozent. Sein Eigenkapital konnte das Unternehmen von 400,6 Millionen Euro auf 426,5 Millionen Euro ausbauen und erzielte eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 7,1 Prozent. "Als Mehrheitsaktionär fühle ich mich mit meinen Investitionen bei der ARAG bestens aufgehoben", sagte Faßbender. Das Rechtsschutzgeschäft als größte Einzelsparte des Konzerns legte um knapp 55 Millionen Euro bei den Bruttobeitragseinnahmen zu. Diese stiegen entsprechend um weitere deutliche 6,9 Prozent von 787 Millionen Euro auf 842 Millionen Euro. International wuchsen die Beitragseinnahmen von 474,8 Millionen Euro auf 511,2 Millionen Euro um 7,7 Prozent. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in Spanien, Skandinavien und den USA, aber auch die Märkte Italien und Niederlande lieferten Beiträge.

Zukunft der Lebensversicherungssparte wird geprüft

Im Lebensversicherungsgeschäft hatte der ARAG Konzern als einer der ersten deutschen Versicherer im Umfeld der Niedrigzinsphase zum 1. Januar 2015 seine Abschlussprovisionen im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) deutlich abgesenkt. Entsprechend gingen die Beitragseinnahmen um 0,6 Prozent von 221,6 Millionen Euro auf 220,3 Millionen Euro zurück. Wenn auch dieser Rückgang geringer ausfiel als erwartet, sank hingegen die Beitragssumme des Neugeschäfts deutlich von 687,2 Millionen Euro auf 461 Millionen Euro. Laut dem Branchendienst Versicherungsmonitor prüft der Konzern zur Zeit, sich von seinem in München ansässigen Lebensversicherungsbereich zu trennen. Einzelheiten wollte Paul-Otto Faßbender nicht nennen, aber „man prüfe alle Möglichkeiten“.

Ausblick 2016

Nach der erfolgreichen Geschäftsentwicklung 2014 und 2015 prognostiziert der Konzern auch für 2016 weiteres Wachstum. Dafür spricht die Entwicklung des ersten Halbjahres. Im Konzern werden die Beitragseinnahmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 4,3 Prozent auf 890 Millionen Euro zulegen (Vorjahreszeitraum: 853,2 Millionen Euro) – das stärkste erste Halbjahr für die ARAG seit mehr als zehn Jahren. Die Entwicklung wird vom nationalen und internationalen Geschäft getragen. "Der Geschäftsverlauf 2015 und der sehr gute Jahresbeginn 2016 dokumentieren, dass sich der ARAG Konzern in einer wirklich guten Form befindet. Wir setzen bei der ARAG auf die präzise Arbeit im Detail und dabei zeigen wir eine geschlossene Mannschaftsleistung", sagt Paul-Otto Faßbender. Die große Herausforderung werde nun darin bestehen, diese positive Entwicklungsdynamik aufrechtzuerhalten.

(Redaktion)


 


 

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