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  • 28.07.2010, 14:02 Uhr
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Neuer IHK-Arbeitskreis

Gesundheitswirtschaft im Blickpunkt des Interesses

Die wachsende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft hat die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein veranlasst, ein neues Netzwerk – den Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft Niederrhein – ins Leben zu rufen.

Hierfür hatte sich Vollversammlungs-Mitglied Dieter Welsink, Geschäftsführer der medicoreha Welsink GmbH, stark gemacht. „Jeder sechste Beschäftigte am Mittleren Niederrhein arbeitet in der Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus wächst die Branche kontinuierlich. Alleine im letzten Jahrzehnt wuchs die Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft um 10 Prozent, während sie über alle Branchen hinweg im gleichen Zeitraum um 4 Prozent abgenommen hat“, weiß IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Porschen, der zudem die Effekte auf die regionale Investitionstätigkeit hervorhebt. „Insbesondere die Investitionen der Krankenhäuser sorgen für einen spürbaren Impuls.“

„Wir versprechen uns durch den Arbeitskreis eine bessere Vernetzung unserer Branche in der Region“, erklärt Wolfgang K. Hoever, Vorstand der inoges ag. Der Krefelder Unternehmer hat dabei insbesondere die Effizienz des Gesundheitswesens im Blick. „Es schadet dem System, wenn nur die reine Leistung abgerechnet wird. Meines Erachtens sollte auch der gesundheitliche Fortschritt des Patienten bezahlt werden.“ Bei einer alternden Bevölkerung werde die Effizienz des Gesundheitssystems zu einer wichtigen Größe. „Mehr Geld über immer höhere Beiträge – das wird auf Dauer nicht funktionieren“, so Hoever.

Gesundheit in Betrieben

Ein weiteres Handlungsfeld wird das Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ sein. „Wir müssen die Unternehmen sensibilisieren, verstärkt ein Betriebliches Gesundheitsmanagement einzuführen. In Zeiten der Rente mit 67 und einem verstärkten Fachkräftemangel sind Unternehmen auf gesunde, leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen“, weiß Gisela Salz, Regionalgeschäftsführerin der Barmer GEK in Mönchengladbach. Erste gemeinsame Projekte mit der Industrie- und Handelskammer, um das Thema in den Betrieben weiter zu forcieren, sind bereits in der Planung.

Die Krankenhäuser als größte Arbeitgeber der Region sind ebenfalls  unter den Gründungsmitgliedern des neuen Netzwerks. Horst Imdahl, Geschäftsführer der Städtischen Kliniken Mönchengladbach, hofft, dass sich aus dem Arbeitskreis ein gemeinsamer Beitrag für eine höhere regionale Wertschöpfung ergibt. „Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch im Netzwerk mit vor- und nachgelagerten Institutionen“, so Imdahl. Ein spannendes Aktionsfeld sieht er unter anderem im Gebiet des Hygienemanagements. „Dies ist nicht nur für Krankenhäuser, sondern auch für Pflege- und Reha-Einrichtungen ein wichtiges Thema.“

Auch Hochschule stockt Professuren auf

Auch das Thema Fachkräftemangel wird den Arbeitskreis beschäftigen. „Ich bin daher froh, dass die Vizepräsidentin der Hochschule Niederrhein, Prof. Dr. Saskia Drösler, ebenfalls Mitglied des Arbeitskreises ist“, betont IHK-Chef Porschen. Denn auch die Hochschule reagiert auf die steigende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft. „Wir werden den Fachbereich Gesundheit bis zum Jahr 2012 von 8 auf 14 Professuren aufstocken“, berichtet Drösler, die selbst im Fachbereich Gesundheit lehrt. Das Netzwerk wird diesen Prozess intensiv mitverfolgen. „Zum Jahresende soll es eine Veranstaltung geben, bei der sich die neuen Hochschul-Professoren des Fachbereichs den Unternehmen und Institutionen der Gesundheitswirtschaft vorstellen“, so Drösler. „Wir bezwecken damit eine stärkere Verzahnung zwischen den Unternehmen auf der einen und Lehre bzw. Forschung auf der anderen Seite.“

(Redaktion)


 


 

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