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Arbeitsmarkt Düsseldorf

Beschäftigungsniveau auf Allzeithoch

Noch nie waren in Düsseldorf so viele Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie im Jahr 2014. Gleichzeitig nahm aber auch die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gegenüber 2013 leicht zu.

Mehr als 378.000 Menschen waren in Düsseldorf im Jahr 2014 sozialversicherungspflichtig beschäftigt – so viele wie noch nie zuvor. Trotzdem hat die Arbeitslosigkeit gegenüber 2013 leicht zugenommen. „Das ist in sich kein Widerspruch. Unter den Arbeitslosen wird es immer schwieriger, die geforderten Qualifikationen zu finden. Damit eröffnen sich Chancen für weitere Personengruppen wie zum Beispiel für Berufsrückkehrerinnen und Zuwanderer“, so Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war gegenüber dem letzten Jahr leicht gestiegen. Viele Einstellungen erfolgten zur Deckung des Fluktuationsbedarfs. In einzelnen Branchen wie in der ITK-Branche und im Gesundheitswesen gab es aber auch Neueinstellungen.

Jobmotor Mittelstand

Einmal mehr war der Mittelstand der Jobmotor in der Region. Das Angebot an Ausbildungsplätzen war gegenüber 2013 leicht gestiegen. Erneut gab es mehr Ausbildungsstellen als junge Menschen nachfragten. „Ich freue mich, dass die Unternehmen ihre Ausbildungsbemühungen hoch halten – dies sicherlich mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf. Hier sehe ich die Herausforderungen für die kommenden Jahre. Wir müssen alle Ressourcen unseres Arbeitsmarktes aktivieren und mobilisieren. Wir arbeiten ständig daran, gemeinsam mit unseren Partnern der ‚Task Force für Arbeit‘ Strategien und Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung zu entwickeln. Mit rund 70 Millionen Euro werden Arbeitsagentur und Jobcenter gemeinsam im neuen Jahr Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende fördern“, so Schüßler.

Teilzeitarbeit boomt

In den letzten Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stetig gestiegen und hatte Ende März mit rund 378.400 Personen einen neuen Höchststand erreicht. Das waren knapp 2.000 mehr als ein Jahr zuvor. „Auch wenn bislang nur die Daten für das erste Quartal vorliegen, so kann man doch von einer Fortsetzung dieser Entwicklung im ganzen Jahr ausgehen. In der längerfristigen Betrachtung stellen wir fest, dass die Unternehmen ihr Teilzeitangebot stetig erhöht haben und die betrieblichen und kommunalen Angebote für die Kinderbetreuung optimiert wurden. Dies ist sicherlich ein wesentlicher Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eröffnet manchen Müttern und Vätern eine Beschäftigungschance“, so Schüßler. Die Teilzeitarbeit treibt die Beschäftigtenzahlen deutlich nach oben und hat sich seit 2001 nahezu verdoppelt. In diesem Zeitraum nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten um 40.000 auf jetzt knapp 83.000 zu. Aber auch das Arbeitszeitvolumen ist landesweit weiter gestiegen. „Teilzeit ist eben nicht eine Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitarbeitsplätze sondern ein echter Beschäftigungsgewinn“, so Schüßler. Eindeutiger Gewinner sind die Frauen – in vielen Fällen Berufsrückkehrerinnen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Beschäftigten lag in Düsseldorf bei knapp 22 Prozent und damit noch deutlich unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt.

Jugendarbeitslosigkeit unter Landesdurchschnitt

Parallel zur Gesamtentwicklung verlief auch die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Am Jahresende gab es 1.406 Arbeitslose unter 25 Jahren, 25 weniger als im November und 86 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote von jungen Menschen betrug im Jahresdurchschnitt 6,2 Prozent - im Landesdurchschnitt betrug sie 7,2 Prozent. „Trotz der günstigeren Situation in Düsseldorf bleibt die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit weiterhin eine der großen Herausforderungen“, so Schüßler.

Qualifikation zählt

Der Arbeitsmarkt zeigt ein deutlich gespaltenes Bild: auf der einen Seite die qualifizierten Fachkräfte und Akademiker als Gewinner des Beschäftigungsaufbaus, auf der anderen Seite Menschen ohne oder nur mit geringer Qualifikation. Nahezu jeder zweite Arbeitslose hat eine Qualifikation auf Helferniveau. Doch nur jede zehnte offene Stelle ist für eine Helfertätigkeit gemeldet. „Oftmals ist aufgrund der mangelnden Qualifikation die Langzeitarbeitslosigkeit vorprogrammiert. Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt in unserem besonderen Fokus“, so Schüßler.

(Redaktion)


 


 

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