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Arbeitsmarkt Düsseldorf

Nachwuchs verzweifelt gesucht

Ende Januar fiel die Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt saisontypisch höher aus. Der Kündigungstermin zum Jahresende und das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge führten wie immer im Januar zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit. Trotzdem ist die Grundtendenz auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt positiv – mit einer Ausnahme: Die Unternehmen sorgen sich um qualifizierten Nachwuchs.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Düsseldorf von Dezember auf Januar um 1.045 auf 22.846 Personen. Es waren jedoch rund 1.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote in Düsseldorf erhöhte sich von 6,5 Prozent im Dezember auf jetzt 6,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 7,2 Prozent. „Dieser saisonale Anstieg bedeutet aber keine Unterbrechung der positiven Grundtendenz auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt“, so Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Einige jüngere Menschen meldeten sich nach einer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung arbeitslos. Ihre Chancen auf eine Beschäftigung sind gut. Der Markt sucht anhaltend qualifizierte Kräfte. Wie in jedem Jahr haben auch einige junge Menschen nach der Probezeit ihre Berufsausbildung aufgegeben und orientieren sich nun neu. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 34 auf aktuell 1.350 angestiegen. Die Arbeitslosenquote von jungen Menschen betrug Ende Januar 4,7 Prozent.

Die Hauptsorge der Düsseldorfer Unternehmen bleibt die Nachwuchsgewinnung. Bislang haben sie der Agentur für Arbeit Düsseldorf fast 3.000 freie Ausbildungsplätze in 180 verschiedenen Berufen zur Besetzung in 2019 mitgeteilt. Das sind 128 Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr. „Die Unternehmen nehmen ihre Verantwortung wahr und fördern somit den Nachwuchs in Düsseldorf. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in der nächsten Woche die Halbjahreszeugnisse, mit denen sie sich auf die Ausbildungsstellen bewerben können. Beratung und Unterstützung erhalten sie dabei von der Studien- und Berufsberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Die Osterferien bieten sich für Schnupperpraktika in den Betrieben an“, empfiehlt Schüßler.

(Redaktion)


 


 

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