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Länger Atomstrom?

Kraft keilt gegen Merkel

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die Pläne der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken (AKW) scharf kritisiert.

«Das ist Frustpolitik gegen die Wähler», sagte Kraft am Montag dem Nachrichtenportal «Spiegel Online». Eine große Mehrheit der Bevölkerung wolle keine Verlängerung der Laufzeiten, zudem sei die Endlagerung des Atommülls noch immer nicht ungelöst.

«Das missachtet die Bundesregierung und schachert stattdessen mit den Energiekonzernen, wie viel wer von den Milliardengewinnen einsteckt», sagte Kraft. «Die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger erfahrungsgemäß immer über ihre Stromrechnung.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Wochenende für eine Verlängerung der Laufzeiten für deutsche AKW um mindestens zehn Jahre plädiert. Aus fachlicher Sicht seien 10 bis 15 Jahre vernünftig, sagte Merkel. Auch FDP-Chef Guido Westerwelle sprach von einem «Korridor zwischen 10 und 15 Jahren».

NRW-SPD-Fraktionschef Norbert Römer kündigte juristischen Widerstand gegen die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung an. Man werde «sich NRW mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen», sagte der Sozialdemokrat. Der Atomkurs der Bundeskanzlerin schade dem Energie- und Industrieland NRW. «Laufzeitverlängerungen verhindern mehr Wettbewerb und zementieren das Monopol der großen Energiekonzerne», fügte Römer hinzu.

(ddp)


 


 

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