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Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Corona #5: Freiwillig 12 Monate Quarantäne

Die Corona-Pandemie und ihre vielfältigen Auswirkungen beherrschen unseren Alltag und die Medien. Unser Kolumnist Peter Jamin meint: #WirBleibenZuhause

Ich richte mich auf Quarantäne für lange Zeit ein. Für 12 bis 18 Monate. Freiwillig oder auf Anordnung von Bundes- oder Landesregierung gehe ich in die Isolation. Es gibt da keine Wahl. Und je früher wir uns damit abfinden, desto besser werden wir mit der Situation zurechtkommen. Warum so lange in Quarantäne, wirst du dich und mich fragen. Ich gehöre zur Gruppe der über 65-Jährigen und zur Risikogruppe. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann für mich tödlich enden. Solange es keine Impfung oder zumindest hervorragend wirkende Medikamente gibt, besteht durch eine Ansteckung bei mir immer Lebensgefahr.

Quarantäne bis zur Impfung

Wann immer ich mich heute unter Menschen begebe, setze ich mich der Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 aus. Beim Spaziergang. Im Supermarkt. Beim Empfang von Lebensmitteln oder Paketen an der Wohnungstür. Das alles werde ich viele Monate lang weitgehend vermeiden. Deutschland Virologen sind sich ziemlich einig: Die Entwicklung einer Impfung gegen das Coronavirus wird etwa 12 bis 18 Monate dauern. Genaues weiß man nicht. Und auch ein schlagkräftiges Medikament wird wohl erst in einigen Monaten zum Einsatz kommen.

Freiwillige Quarantäne notwendig

In jedem Fall ist also zumindest die freiwillige Quarantäne notwendig. Sicher, es wird in den Medien schon der Ruf nach einer Lockerung der sozialen Isolation laut. Deutschland Wirtschaft will und muss die Betriebe wieder hochfahren. Doch so laut die Rufe auch werden: Das Virus bestimmt den Lauf der Geschichte. Solange es keine Impfung gibt, können wir Älteren uns nicht unbeschwert aus unserer Quarantäne hinaus in die Welt bewegen. Für viele wären diese Schritte in eine vermeintliche Freiheit tödlich.

Der Biohof liefert das Gemüse

Die Zukunft ist aber nicht negativ zu sehen. Es gibt viele Möglichkeiten der Kommunikation. Wer sein Homeoffice technisch fortentwickelt, kann Verbindungen zu Verwandten, Freunden und Bekannten unterhalten. Dafür gibt es Software wie Skype oder Zoom. Es gibt viele Angebote im Internet, die ich nutze. Zum Beispiel das virtuelle Sporttraining von McFit. Und auch die Lieferdienste von Picnic oder Rewe online. Und auch meine Biogemüsekiste wird von meinem Lieferanten, dem Lammertzhof in Neuss, trotz Quarantäne wöchentlich geliefert.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                           Ihr Peter Jamin

(Peter Jamin)


 


 

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