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AUF EINEN CAPPUCCINO: DIE JAMIN-KOLUMNE

DU!, die anderen und die Klimakrise

Uns allen muss klar sein: Die Klimakrise ist da. Trotzdem leben die meisten Menschen so weiter wie bisher. Kaum jemand lebt im Krisenmodus. Und das genau ist das Problem unserer Menschheit. Kaum jemand sagt: Ich bin mit aller Kraft dabei.

Die Fridays for Future-Bewegung blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Aber zurecht sagen die Mitglieder, dass die Bemühungen der Gesellschaft trotz Klimarat der Bundesregierung und dem Klimaschutzprogramm nicht ausreichen. Die Politik nimmt noch zu viel Rücksicht auf die Bevölkerung. Oder besser: Sie ist ein Spiegelbild der Bevölkerung.

Besser Klima-Plauderer im WDR

Was muss getan werden? Die Medien sind hier ganz besonders gefordert.

  •  So sollten Tageszeitungen die tägliche Klima-Kolumne einrichten. 
  • In den Radioprogrammen, Beispiel WDR 2, könnte beispielsweise die Schwafel-Mutti Steffi Neu durch eine Klima-Plauderer ersetzt werden.
  •  Mindestens 50 Prozent der Kochshows und andere Trash-Sendungen sollten durch Klima-Sendungen ersetzt werden.
Sicher, das schmerzt. Das stört den Unterhaltungsanspruch der Massen. Wir möchten ja alle abgelenkt werden von den Problemen dieser Welt. Aber die Medien haben die Aufgabe, den Menschen zu zeigen wie weit sie sich schon in der Katastrophe befinden. Wir befinden uns im Klima-Dschungel und suhlen uns noch immer in den Oberflächlichkeiten des RTL-Dschungelcamps.

Klimaschutz als Lebensprogramm

Die Politik muss mutiger werden: Man muss den Leuten täglich die Wahrheit über die Klimakrise sagen und den Wählern klarmachen, dass das Weiter-so nicht mehr geht. Jeder einzelne Bürger ist gefordert, sich einzuschränken. Klimaschutz als Lebensprogramm.

Journalisten müssen - leider - ihren Beruf als Chance begreifen, die Welt zu verändern. Nur über das Schlechte in der Welt zu berichten genügt nicht mehr. Die Jagd nach Einschaltquoten beim Fernsehen muss ein Ende haben. Nicht länger Brot und Spiele auf der öffentlich-rechtlichen Mattscheibe. 

Forderungen sollten maßlos werden

Die Fridays für Future-Bewegung muss radikaler werden. Sie darf sich nicht stoppen lassen in ihren Forderungen. Ja, werdet maßlos in Euren Forderungen! Sonst könnt ihr die Welt nicht retten.

Denn ein großer Teil der Menschen ist zu dumm, um den Notstand zu begreifen. Ein großer Teil begreift, will aber nicht auf den eigenen Wohlstand verzichten. Und ein anderer großer Teil der Menschen ignoriert bewußt alle Warnungen, weil man ja von der aktuellen Situation profitiert bzw. sich prima darin eingerichtet hat.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                           Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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