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Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Wort zum Sonntag: Wählen gehen

Am kommenden Sonntag wird in meiner Lieblingswohnstadt Düsseldorf der Oberbürgermeister gewählt. Es ist eine Stichwahl zwischen dem CDU-Kandidaten Dr. Stephan Keller und dem amtierenden Oberbürgermeister mit dem SPD-Parteibuch, Thomas Geisel.

Ich möchte jedem Düsseldorfer empfehlen, am kommenden Sonntag wählen zu gehen. Gerade in diesen Zeiten wird uns doch täglich bewusst wie wichtig eine demokratische Einrichtungen wie eine Wahl ist. In Belarus beispielsweise demonstrieren die Menschen fast täglich dafür, dass ihre Präsidentschaftswahl ernst genommen und nicht verfälscht wird.

Nicht nur den Wahlslogans folgen

Nun ist es natürlich nicht leicht, eine Stimme für die OB-Wahl abzugeben. Man kann es sich einfach machen, indem man dem ein oder anderen Wahlslogan folgt. Diese finden wir zuhauf auf kleinen und großen Plakaten an vielen Ecken in der Stadt. Man kann aber auch die Inhalte der Wahlaussagen und Absichtserklärungen vergleichen.

Die von Stefan Keller finden wir im Internet hier. Und die von Thomas Geisel gibt es hier. Natürlich muss man dann ein wenig Zeit investieren. Überlegen, zu welcher Meinung und zu welchen Maßnahmen man tendiert. Abschätzen, wie wir selbst die Richtung für die Zukunft von Düsseldorf und unsere Gesellschaft sehen.

Mit Entscheidungen tun sich manche schwer

Das ist nicht einfach. Nicht ohne Grund sagt der Volksmund: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Eine Wahl ist immer mit einer ganz persönlichen Entscheidung verbunden. Und wenn wir ehrlich sind: Wer entscheidet sich schon gerne?!

Ich kenne etliche Menschen, die große Schwierigkeiten dabei haben, sich auf eine Sache, einen Weg oder eine Maßnahme festzulegen. Viele machen es auch gerne möglichst vielen recht oder belassen die Entscheidungen möglichst anderen.

Wählen wir Keller oder Geisel?

Doch bei der Wahl des Oberbürgermeisters geht das nicht. Da muss jeder Bürger, jede Bürgerin persönlich in die Wahlkabine gehen und eine Entscheidung treffen. Keller oder Geisel? Die Antwort darauf, ich weiß das, ist nicht einfach. Ich selbst habe mich auch sehr schwer dabei getan, als ich vor einigen Tagen den Wahlschein für die Briefwahl ausfüllte. Ich orientierte mich vorrangig daran, wie die Kandidaten mit dem Klimaschutz und dem Verkehr in der Stadt umgehen. Und wie Ihr soziales Engagement ist.

Ganz alleine in der Qwahlkabine

Ich will dich nicht durch Details beeinflussen. Letztlich ist es deine ganz persönliche Angelegenheit, wo du dein Kreuz machst. @Keller? @Geisel? In der Wahlkabine wirst du am Sonntag ganz allein stehen. Für manchen wird die Wahl- zur Qwahlkabine. Niemand wird dort versuchen, dich zu beeinflussen. Keiner flüstert dir einen Namen ins Ohr.

Das ist auch gut so. Die Wahl des Oberbürgermeisters ist geheim. Jeder darf den Politiker wählen, den er möchte. Wen er gewählt hat, das geht niemanden etwas an. Und ein Nachteil soll auch niemandem entstehen, wenn er am Wahltag abends feststellt, dass er seine Stimme dem Verlierer gegeben hat.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                             Ihr Peter Jamin

(Peter Jamin)


 


 

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