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Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Zandvoort an Zee im Herbststurm

Schon die Anreise ist sehr entspannt. Von Düsseldorf ist es ja ein Katzensprung nach Zandvoort an Zee. Wer’s nicht glaubt, dem mache ich gern eine Rechnung auf. Rund dreieinhalb Stunden benötigt ein Autofahrer von Düsseldorf an die Nordsee.

Mit dem Zug geht es noch schneller. Keine 3 Stunden und 17 Minuten sitzt der Reisende im Zug. Einmal umsteigen in Amsterdam. Vom ICE in den RegionalExpress. Hin und Zurück zum Supersparpreis inklusive Sitzplatzreservierung und City-U-Bahn-Fahrten für 53,15 Euro.

Jeder Gast ist jetzt wichtig

Wenige Strandläufer stampfen fleißig dem Herbststurm entgegen. Jeder von ihnen hat sehr viel Sand für sich. Und Ruhe. Selbst die gefräßig-aufdringlichen Möven halten sich ehrfürchtig zurück.

In den Strandrestaurants wartet ein entspanntes Personal. In diesen Tagen im Herbst bekommt jeder Gast eine besondere Bedeutung. Es gibt ja nicht mehr viele von ihnen.

Klare Sonne dank Herbststurm

Vier Tage Regen hat die Wetterapp angekündigt. Aber die App hat nicht mit dem Herbststurm gerechnet. Der bläst so kräftig, dass sich selbst die Wolken verziehen. Blauer Himmel über Zandvoort.

Im Strandrestaurant Hippiefisch serviert die Kellnerin einen Chilli-Dip. Geschenk des Hauses. Das zaubert den Gästen noch mehr Sonne in die Herzen. Da bleibt man doch gerne auf einen Drink mehr.

Surfen auf gepeitschten Wellen

Blickt eine Stunde länger auf‘s Meer. Oder in die verlangend blickenden Augen des Begleiters. Oder in die verschämt gesenkten der Begleiterin. Oder man beobachtet die Surfer. Sie haben kräftigen Wind in den bunten Segeln. Die zerren die Surfer über die von Sturm gepeitschten Wellen.

Es sind Tage, an denen selbst die schwersten Gedanken wie im Wind verfliegen. Klimawandel. Flüchtlingsschicksal auf dem Mittelmeer. Rechtsextreme Kumpanei. Hungerelend in Afrika. Krieg im Jemen und anderswo. Die Armut im nächsten Häuserblock. Fort. Fort. Fort.

Stimmungswechsel um Mitternacht

Doch auch im Herbst macht Zandvoort seinem Ruf als Partymeile alle Ehre. Um Mitternacht singen die Gäste im Zimmer über mir auf ihrem Balkon gemeinsam mit anderen Gästen des „Amsterdam Beach Hotel Zandvoort“ ein Geburtstagsständchen. Die Party beginnt.

Fortgeweht von trunkenen Gesängen und torkelnden Gesprächen ist Zandvoorts Herbststurm-Stimmung. Eine schlaflose Nacht beginnt. Aus dem „Amsterdam-„ wird ein „Ballermann Beach Hotel Zandvoort“. Hotel-Bewertung auf meiner ganz persönlichen, durch hunderte Hotelübernachtungen bewährte Richter-Skala: minus-3-Sterne. Oben kotzt jemand. Endlich Ruhe nach dem Herbststurm.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                       Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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