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Die Angst der Deutschen vor der Aktie

Aus Risikoscheu verzichten viele Anleger auf Rendite

Die Internationale Anlegermesse (IAM) in Düsseldorf bietet vom 5. bis 7. September 2008 insbesondere Privatanlegern Informationen rund um das Thema Geldanlage. In regelmäßiger Abfolge informieren wir mit diesem Pressedienst schon im Vorfeld der Messe über Trends und Highlights der IAM 2008.

Sind die Turbulenzen an den Börsen vorbei? Lohnt es sich noch, Aktien zu kaufen, wenn die Abgeltungssteuer kommt? Und welche Investmentinstrumente eignen sich, um für das Alter vorzusorgen? Fragen wie diese bewegen viele Anleger. Das kön-nen die Experten beim Deutschen Aktieninstitut (DAI) ebenso bestätigen wie die Mitarbeiter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Investoren sprechen sie immer wieder auf diese Aspekte an. „Und das ist auch gut so“, sagt Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts in Frankfurt. Denn dies sei ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen mit dem Thema Börse beschäftigten – was dringend nötig sei. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben DAI und DSW mit der Messe Düsseldorf vor 18 Jahren die Internationale Anlegermesse IAM als erste Finanzmesse Deutschlands aus der Taufe gehoben. „Die IAM ist die ideale Plattform für Privatanleger und institutionelle Investoren. Hier können sie sich aus erster Hand die Informationen beschaffen, die sie für ihre Finanzplanung brauchen“, unterstreicht Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, den Nutzen der IAM.

Zurückhaltung beim Aktienkauf

Die Aktienakzeptanz in Deutschland ist verglichen mit anderen Ländern nicht sehr ausgeprägt. Im Durchschnitt besaßen im vergangenen Jahr zehn Millionen Anleger Aktien oder Aktienfondsanteile, also 15,6 Prozent der Bevölkerung. „In der Schweiz sind es über 20 Prozent, in den USA über 25 Prozent“, berichtet Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, die schon bei der ersten IAM 1990 als Aussteller Flagge zeigte. Doch was ist der Grund für die Zurückhaltung der Deutschen beim Aktienkauf? Ein negatives Image, antworten die Experten. „Die Aktie gilt hierzulande als gefährlich, weil man mit ihr auch Geld verlieren kann. Sie gilt zudem als zeitaufwän-dig. Viele glauben, man müsse permanent die Börsennachrichten verfolgen, um schnellstens reagieren zu können. Und die Aktie wird im Hinblick auf ihre Renditechance tendenziell unterschätzt“, erklärt Rüdiger von Rosen. Meist hätten die Anleger nur das Risiko im Kopf. Doch damit kann ihnen viel Geld entgehen: Langzeitstudien haben wiederholt gezeigt, dass mit Aktien eine jährliche Rendite von acht bis zehn Prozent erzielt werden kann. „Nicht in jedem Jahr und nicht mit jeder Aktie, aber über viele Jahre mit einem breit aufgestellten Aktienportfolio“, betont Prof. von Rosen. Festverzinsliche Rentenpapiere dagegen bringen mit durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr deutlich weniger Rendite. Und noch schlechter schneidet Tagesgeld ab – mit einer zu erwartenden Rendite von nur drei bis vier Prozent. „Diese kleinen Unterschiede können über viele Jahre inklusive Zinseszinseffekt eine Differenz von etlichen zehntausend Euro ausmachen, die dem Anleger fehlen“, so von Rosen. Es geht also um viel Geld. Das Ziel, eine ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland zu etablieren, ist kein Selbstzweck.

Vier Regeln für das erfolgreiche Investment in Aktien Damit das Aktieninvestment nicht zur Enttäuschung wird, sind einige Grundregeln zu beachten. Erstens: Aktien ohne Risiko gibt es nicht. Wer das Geld für die Aktienanlage nicht lange entbehren kann, das heißt weniger als fünf Jahre, sollte sich das Investment gründlich überlegen. Zweitens: Angeblich „todsichere“ Tipps sind mit Vorsicht zu behandeln. „Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass Anleger gerne auf fahrende Züge aufspringen“, sagt Martin Nätscher, Vorstandsvorsitzender von Simplyfairinvest in Hamburg, die im Rahmen des Themenparks Grünes Geld zum ersten Mal zur IAM ausstellen. Das bedeute eigentlich immer, dass der Anleger erst investiert, wenn es schon zu spät ist. Statt einem Herdentrieb zu folgen oder auf den idealen Einstiegszeitpunkt zu warten, sollten Investoren sich mehr darauf konzentrieren, wie sie ihr Depot strukturieren und in welche Anlageklassen und Produkte sie investieren. Und das bedeutet – drittens – vor allem, Aktien- und Fondsanlagen breit zu streuen. Außerdem empfiehlt Nätscher: „Bei Investitionen nicht nur auf Hochglanzprospekte und vermeintlich große Gesellschaften, sondern auf den eigenen Menschenverstand vertrauen.“ Und viertens raten die Experten: Immer wieder Fragen stellen – wie die oben genannten. Gelegenheit dazu gibt es reichlich zur Internationalen Anlegermesse (IAM) vom 5. bis 7. September 2008 in Düsseldorf. Das Beste daran: Dort gibt es auch direkt umfassende Antworten von kompetenten Finanzexperten auf alle Fragen, die den Anleger beschäftigen.

(Redaktion)


 


 

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