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IHK Düsseldorf

Ausbildungsmarkt erneut im Plus

„Mit insgesamt 5.273 registrierten Ausbildungsverhältnissen konnten wir bis zum 30. September 2007 erneut ein deutliches Plus von 8,7 Prozent bei den Neueintragungen gegenüber dem Vorjahr verbuchen - und das im vierten Jahr in Folge“, freut sich IHK-Präsident Hermann Franzen. Besonders positiv hätten sich nach Angabe der IHK in diesem Jahr die industriell-technischen Ausbildungsverhältnisse mit 1.252 Verträgen (Vorjahr: 1.146 Verträgen) oder einem Plus von 12,6 Prozent entwickelt.

Der gesamte Bereich der kaufmännischen Berufe habe mit 4.021 Verträgen (Vorjahr: 3.736) um 7,5 Prozent zulegen können. „Das enorme Plus bei den industriell-technischen Berufen resultiert ganz klar aus dem konjunkturellen Hoch: Die großen Industrieunternehmen investieren jetzt wieder verstärkt in die Ausbildung in den Metall-, Elektro- und IT-Berufen“, so Franzen. Auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden werde sich daher der „Kampf um die besten Köpfe“ angesichts des fortschreitenden Fachkräftemangels künftig noch spürbar verschärfen.

Auch in diesem Jahr sei es der IHK wieder gelungen, 678 Be-triebe (Vorjahr: 552) erstmalig für die Ausbildung zu gewinnen, die zusammen 787 neue Lehrstellen (Vorjahr: 781) bereitgestellt hätten. Diese Kapazitäten allerdings würden auch dringend benötigt, um „Ausbildungslöcher“, die an anderer Stelle etwa durch Insolvenz oder Standortverlagerung entstünden, wieder zu stopfen.

Ferner hätten die IHK-Unternehmen seit 2004 über 800 Plätze für Einstiegsqualifizierungen geschaffen. Bis zum 30. Septem-ber 2007 seien in diesem Jahr bereits 70 dieser Praktikanten-verträge vornehmlich mit „Altbewerbern“ geschlossen worden, bis zum Jahresende sollen es 250 werden. „Vor allem für dieje-nigen, die ihren Schulabschluss vor mehr als einem Jahr abge-legt haben, sind die Einstiegsqualifizierungen eine hervorra-gende Möglichkeit, den beruflichen Alltag kennen zu lernen und im Anschluss daran an eine der begehrten Lehrstellen zu kom-men. Über 70 Prozent der EQ-Kandidaten haben diese Hürde nämlich bereits erfolgreich genommen“, wirbt der IHK-Präsident. Weitere gute Nachrichten gebe es in diesem Jahr insbesondere für Haupt- und Realschüler: Immerhin 16 Prozent der neu ein-getragenen Ausbildungsverträge seien mit jungen Leuten geschlossen worden, die „nur“ über einen Hauptschulabschluss verfügten, weitere 53 Prozent allerdings mit Absolventen der - zumeist an einem Berufskolleg - erworbenen (Fach-) Hochschulreife. „Wir sind nicht der Ansicht, dass dieser Umweg über die ‚Warteschleife’ Berufskolleg wirklich erforderlich ist. Viel besser wäre es, wenn qualifizierte Schulabgänger mit Fachoberschulreife (= Realschulabschluss) direkt in den Beruf gingen und beispielsweise im Rahmen einer Kombi-Ausbildung sowohl ihren Ausbildungsabschluss als auch die (Fach-) Hoch-schulreife machen würden. Denn so hoch motivierte Bewerber werden von den Unternehmen gerne genommen“, erklärt Her-mann Franzen abschließend.


(Redaktion)


 


 

Ausbildungsmarkt
Hermann Franzen
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