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  • 07.11.2012, 03:00 Uhr
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  • Düsseldorf / Niederrhein
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Ausbildungsmarkt

Lehrling verzweifelt gesucht

Nach dem stabilen Wachstum des vergangenen Jahres ist die Lehrstellen-Vermittlung in diesem Jahr auf hohem Niveau geblieben. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten die Vertreter von IHK, Kreishandwerkerschaft und Agentur für Arbeit fest: Die Wirtschaft am Niederrhein sucht nach wie vor Auszubildende und stellt ein.

Die Zahl der bei der IHK eingetragenen Ausbildungsverträge lag zum Stichtag 30. September mit 4.700 Verträgen etwa 3 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. In Krefeld wurden 1.250 Verträge abgeschlossen, in Mönchengladbach 1.100, im Rhein-Kreis-Neuss 1.500 und im Kreis Viersen 850. „Unverändert positiv bleibt die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen“, sagte Dr. Frank Lorenz, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung. „In den vergangenen zwölf Monaten konnten wir 400 neue Erstausbildungsbetriebe und 560 zusätzliche Ausbildungsplatzangebote gewinnen.“

Trend zum Studium ungebrochen

Doch der Trend zur Fortführung schulischer Laufbahnen und die unverändert wachsende Studierneigung stellen Unternehmen zunehmend vor Probleme, ihren Fachkräftebedarf zu decken. „Die Zahl der Studienanfänger hat in diesem Jahr einen Höchststand erreicht“, so Lorenz. „Hinzu kommt, dass die Eignung vieler Schulabgänger nicht ausreichend ist.“ Vielfach seien die Kenntnisse in Deutsch und Mathematik sowie das Sozialverhalten nicht mit betrieblichen Anforderungen vereinbar. Zu viele Stellen blieben daher unbesetzt. „Deshalb müssen Unternehmen neue Wege gehen, um Bewerber auf sich aufmerksam zu machen – und tun dies auch.“

Mit Ausbildung schnell zur Festanstellung

Wie gut die Chancen stehen, auf dem Arbeitsmarkt nach abgeschlossener Ausbildung eine Stelle zu bekommen, zeigt eine OECD-Studie: Im Durchschnitt braucht ein deutscher Azubi nach Beendigung seiner Ausbildung fünf Monate, bis er einen Arbeitsplatz gefunden hat. „Ein italienischer Azubi benötigt dafür 33 Monate“, erklärte der IHK-Geschäftsführer. Nicht zuletzt biete die „Karriere mit Lehre“ zunehmend gute Chancen für ein berufliches Weiterkommen. „Für besonders leistungsstarke Jugendliche eignen sich duale Studiengänge mit IHK-Prüfung und Bachelor-Abschluss, die in unserer Region mehr und mehr angeboten werden“, sagte Lorenz.

(Redaktion)


 


 

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