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Axia Award 2017

Mittelständler im Capitol Theater ausgezeichnet

Düsseldorf war gestern Abend die Stadt, in der der diesjährige bundesweite Axia Award (axia (griech.) = Wert) verliehen wurde.

Unternehmerisch verantwortungsvoll handelt, wer nicht nur den Profit, sondern Mensch und Umwelt gleichermaßen mitbedenkt. Deshalb hatten die Veranstalter Deloitte und die WirtschaftsWoche mit ihrem Kooperationspartner, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), das Motto „Nachhaltiges Unternehmertum“ in den Fokus gestellt. Beworben hatten sich 65 Mittelständler aus ganz Deutschland. 31 Finalisten schafften es in die Endrunde.

Sechs Awards wurden verliehen:

  • Über den Award in der Kategorie „Strategie“ freute sich die Nemetschek Group aus München. 1963 von Bauingenieur und IT-Pionier Prof. Georg Nemetschek gegründet, ist sie heute europäischer Marktführer für Planungssoftware. Ihre Strategie: auch in Asien und den USA stärker vertreten zu sein.
  • In der Kategorie „Innovationen“ holte WirtschaftsWoche-Redakteurin Astrid Maier die BEUMER Group aus Beckum auf die Bühne. Die familiengeführte Gruppe sieht nicht nur „Pitch Days“ vor, an denen Mitarbeiter ihre Ideen einbringen können, sondern fördert mit dem Start-up BG.evolution im Umfeld der TU Dortmund auch digitale Lösungen und Innovationen für die Verpackungsbranche. Auch der Inkubator BG.challenge ist Teil der Strategie.
  • In der Kategorie „Mensch“ erhielt Schattdecor aus Thansau den Preis. Walter Schatt, Gründer des Unternehmens, war überzeugt, dass man für geschenktes Vertrauen Treue, Kreativität und Engagement zurückbekommt. Fairness und Verantwortung kennzeichnen die Erwartung und den Umgang mit Mitarbeitern – ob in China, Brasilien oder am Stammsitz in Bayern.
  • Sieger der Kategorie „Ressourcen“ wurde die Münchner Develey Senf & Feinkost. Die Firmenzentrale ist bereits CO2-neutral. Die weiteren Ziele bis 2020: Ressourcen schonen, null Deponiemüll, Verzicht auf Palmöl und CO2-Neutralität an allen 18 Standorten weltweit – man könnte hier von einem umweltbewussten Werteexport sprechen.
  • Und weil die eingereichten Bewerbungen die Jury so begeisterten, wurden zwei Sonderpreise verliehen: Einer ging an die WOLFF & MÜLLER Holding aus Stuttgart für ihr Integrationsengagement. 22 Flüchtlinge bildet das Unternehmen gegen alle behördlichen Hürden aus und bereitet sie auf eine Karriere im Bausektor vor.
  • Der Preis für sein unternehmerisches Lebenswerk ging an AUNDE, 1899 als Weberei Achter & Ebels in Mönchengladbach gegründet. Heute ist AUNDE ein internationaler Automobilzulieferer für Interieurs mit rund 23.000 Mitarbeitern in 28 Ländern. Die frohe Botschaft von Rolf Königs: „Wir geben den Menschen ihre Städte zurück.“ Die Automobilindustrie arbeite mit Hochtouren an selbstfahrenden Autos und an Elektroautos und sein Unternehmen hätte mit Interieurs da einfach den richtigen Riecher gehabt, freute er sich auf der Bühne.

Der Mittelstand ist anerkanntermaßen die tragende Säule der Wirtschaft - da schadet es überhaupt nicht, diesen dafür auch einmal auszuzeichnen.

(Susan Tuchel)


 


 

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