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Straßenbau in Amerika soll Hochtief-Bilanz aufpolieren

Der neue Hochtief-Vorstandschef Marcelino Fernandez Verdes will die Profitabilität von Deutschlands größtem Baukonzern steigern und zu diesem Zweck jedes Segment genauer unter die Lupe nehmen. Exper- ten verbreiten Optimismus.

Der Spanier will zudem den Wert des Unter- nehmens steigern, da alle Anteilseigner erwar- teten, Dividenden zu erhalten. "Schnelles Umsatzwachstum ist nicht unser Ziel. Unser Ziel ist es, die Profitabilität zu erhöhen", so Verdes. Der 57-Jährige hat im November auf dem Chefsessel bei Hochtief Platz genommen, nachdem der damalige Vorsitzende Frank Stieler seinen Hut nehmen musste. Verdes gilt als Intimus des ACS-Obersten und Präsident von Real Madrid Florentino Perez.

Unternehmen wieder im Aufwund

Nach der langwierigen Übernahme von Hochtief durch den hochverschuldeten spanischen Bauriesen ACS kamen Gerüchte in Umlauf, Hochtief würde zer- schlagen. Diese Spekulationen sind nun verraucht, erklärt Norbert Kretlow, Analyst bei der Commerzbank, gegenüber pressetext. Er sieht das Unterneh- men zwar auch dieses Jahr in einem schwachen Umfeld, jedoch mit der Chance, die Marge zu steigern. Kretlow hält es für realistisch, dass sich die Ertragssituation verbessert. Das mehr als 81.000 Mitarbeiter zählende Unternehmen mit Sitz in Essen hat bis Mitte des vergangenen Jahres mehr Geld verloren als eingenommen. Erst seit dem dritten Quartal 2012 ist das Ergebnis wieder grün untermalt, mit positiver Auswirkung auch auf die Bilanz von ACS.

Besonderes Potenzial sieht Hochtief gegenwärtig in Nordamerika. Aufgrund der dort notwendigen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur . Straßen, Schienen, Krankenhäuser und Schulen bedürfen einer Überholung. Erst kürzlich hat Hochtief-Tochter Flatiron einen Auftrag im Rahmen der ersten großen Erweiterung des New Yorker U-Bahnnetzes erhalten. Schwieriger sei das Geschäft in Europa.

Hochtief-Chef will Zukunftsstrategie vorstellen

Die in Australien beheimatete Tochter Leighton werde sich das Management genauer anschauen. Man wolle das Risiko für Ausfälle von Großprojekten künftig minimieren. Leighton betreibt in Down Under zahlreiche Mienen. Das Unternehmen könnte somit vom ungebrochenen Rohstoffhunger der asia- tischen Industrie profitieren. Seine Zukunftsstrategie will der Hochtief-Chef erst am 28. Februar vorstellen.

(Redaktion)


 


 

Hochtief
Marcelino Verdes

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