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  • 20.05.2015, 14:46 Uhr
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  • Düsseldorf
Beamtenverhältnis

Restkostenversicherung für Beamte unterscheidet sich in Kosten und Leistungen

Für junge Beamtenanwärter und Beamte auf Probe stellen sich mit der Berufung in das Beamtenverhältnis völlig neue Fragen. Nach der Übergabe ihrer Ernennungsurkunde haben sie Anspruch auf Beihilfe. Diese gewährt ihnen ihr Dienstherr als Teil ihrer Besoldung. Je nach Familienstand trägt der Dienstherr einen Teil der Krankheitskosten. Ledige erhalten 50 Prozent; für Kinder sowie Ehe- und Lebenspartner trägt der Staat bis zu 70 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen. Die verbleibenden Kosten müssen Beamte mit einer sogenannten Restkostenversicherung abdecken. Seit 2009 sind sie sogar verpflichtet, bei der Beihilfestelle den Nachweis einer Krankenversicherung vorzulegen, die die Restkosten übernimmt.

Diese Frage stellen sich alle Beamten: Private oder Gesetzliche Krankenversicherung?

Die Gesetzliche Krankenversicherung bietet nur eine Vollkostenversicherung. Das bedeutet, dass die Beihilfe praktisch nie zahlt. Denn die GKV deckt auch die Krankheitskosten zu 100 Prozent. Beamte müssen in der GKV neben dem Arbeitnehmer- auch den Arbeitgeberbeitrag aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Beitragshöhe berechnet sich nach dem Einkommen. Aktuell (2015) gelten 15,5 Prozent in der GKV. Bei einem Brutto-Monatsgehalt von 2.000 Euro kostet der Krankheitsschutz dann rund 330 Euro. Attraktivere Modelle bieten die Privaten Krankenversicherer (PKV). Denn sie haben reine Restkostenversicherungen im Angebot, die nur den Anteil absichern, den die Beihilfestelle nicht zahlt.

Wie teuer ist eine Restkostenversicherung?

Die Beitragshöhe eines Beamten für eine Restkostenversicherung bei einer PKV hängt von den persönlichen Umständen wie dem Alter, dem Gesundheitszustand, dem Familienstand und dem daraus folgenden Beihilfesatz ab.

Ein Rechenbeispiel für einen Beamtenanwärter in Nordrhein-Westfalen:

  • Alter 25
  • Guter Gesundheitszustand
  • Nichtraucher
  • Familienstand ledig und kinderlos
  • Beihilfebemessungssatz 50 Prozent.

In diesem Fall liegen die am Markt verfügbaren Restkostenversicherungen zwischen 50 und 80 Euro pro Monat. Die Prämienhöhe hängt davon ab, ob die Police eine Selbstbeteiligung und eine Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme beinhaltet. Solche Tarife sind besonders attraktiv für junge Beamtenanwärter und Beamte auf Probe. Die Frage, ob sich junge Beamte in der GKV oder PKV anmelden sollen, ist somit einfach zu beantworten.

PKV auch für Familien mit Kindern attraktiver

Selbst wenn junge Beamte später heiraten und Kinder bekommen, bleibt die Restkostenversicherung bei einer PKV attraktiv. Denn für Ihre Angehörigen erhalten Beamte bis zu 70 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen von der Beihilfestelle erstattet. Allerdings bei Ehe- und Lebenspartnern nur bis zu unterschiedlich definierten Einkommensgrenzen. Für beihilfeberechtigte Angehörige muss die Restkostenversicherung demnach nur 30 Prozent der Aufwendungen abdecken. Entsprechend günstig ist die Beitragshöhe auch für Kinder und Partner.

Fazit:

  • Die Beihilfe für Beamte selber deckt 50 Prozent der Krankheitskosten
  • Für beihilfeberechtigte Angehörige liegt der Beihilfebemessungssatz bei 70 Prozent
  • Die Restkostenversicherung einer Privaten Krankenversicherung deckt nur die Lücke, die die Beihilfe nicht zahlt.
  • Entsprechend günstig ist die Beitragshöhe.

Weitere Informationen über die Restkostenversicherung bietet beispielsweise das Portal beihilferatgeber.de.

(Redaktion)


 


 

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