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Beirat begleitet die weitere Entwicklung

Aus dem Kreis der kapitalmarktpartner wurde an der Börse Düsseldorf der beiratmittelstandsmarkt gebildet, um die weitere Entwicklung des Marktes beratend zu begleiten.

Insbesondere die Themen Qualität, Anforderungen an die Emittenten sowie die Weiterentwicklung der Regelwerke bilden den Kern der Tätigkeit des Beirates. Zu seinem Vorsitzenden wählte der Beirat  Dr. Reiner Selbach, WGZ Bank, Düsseldorf, zum stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Michael Nelles, Conpair AG, Essen.

In seiner ersten Sitzung befasste sich der Beirat u.a. mit der teils kritischen Berichterstattung zur Qualität der Unternehmen, die Anleihen an den Markt gebracht haben. In diesem Kontext spielte das Thema Rating eine besondere Rolle. Bekräftigt wurde die nur in Düsseldorf bestehende Mindestanforderung an das Rating­­ergebnis von BB bei Kapitalmarktneulingen. Die Note BB erreichen etwa die Hälfte der Unternehmen des deutschen Mittelstandes. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, deren Anleihen generell als Junk oder gar Ramsch zu bezeich­nen. Dies werde dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft nicht gerecht. Empfohlen hat der Beirat die Ausdehnung der Ratinganforderung von BB auch auf Unter­nehmen, die bereits mit Wertpapieren an einem regulierten Markt zugelassen sind. Dies würde ein weiteres Zeichen für den qualitätsorientierten und nachhaltigen Ansatz des mittelstandsmarktes in Düsseldorf setzen.

Professioneller: Mittelständische Anleihen

Nach Auffassung des Beirates professionalisiere sich der Markt für mittelständische Anleihen zunehmend. Die Investoren würden bei der Auswahl ihrer Investments durch­aus selektiv vorgehen. Zu beobachten sei u.a., dass einzelne Branchen schwieriger zu vermitteln seien oder auch das allgemeine Kapitalmarktumfeld mit Euro- und Staatsschuldenkrise erheblich Einfluss auf die Nachfrage nehme. Insofern sei es nicht ungewöhnlich, wenn in der letzten Zeit nicht alle Emissionen vor der Notierungsaufnahme ausplatziert werden konnten. Das Augenmerk sei daher umso mehr auf Substanz und Qualität von Unternehmen und Management sowie die Vorbereitung und Durchführung der Emissionen selbst zu legen. Insbesondere die sorgfältige Auswahl der Unternehmen sowie die Information und Kommunikation spiele dabei eine immer wichtigere Rolle. Der Beirat begrüßt in diesem Zusammenhang das Vorhaben der Börse, die Marketing-Unterstützung für die Emittenten deutlich zu erweiterten.

Beschwerden über einzelne Banken

Immer wieder beschweren sich Anleger bei der Handelsüberwachungsstelle der Börse über Banken, die eine Zeichnung von Mittelstandsanleihen nicht ermöglichen. Teils würden technische Gründe genannt, Orders nur telefonisch entgegen genommen oder die Orderannahme gar gänzlich verweigert. Da es sich in der Regel um Kommissionsaufträge des Kunden ohne Beratung handelt und die Börsentechnik mit den allermeisten Banken reibungslos funktioniert, kann sich der Beirat nicht erklären, warum z. B. bei Postbank, Deutsche Bank, Targobank und bei über die LBBW abwickelnden Sparkassen Probleme auftreten. Kunden dieser Häuser bliebe möglicherweise nur der Weg, solange eine andere Depotverbindung zu nutzen, bis die technischen Probleme behoben seien.

Zu den Marktaussichten erwartet der Beirat nach der Sommerpause ein weiter anziehendes Interesse und empfiehlt der Börse Düsseldorf, ab September die Exklusivität der Zeitfenster für Emissionen von bisher zwei Wochen auf eine Woche zu verkürzen.  

(Redaktion)


 


 

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