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iga-Umfrage: trotz zufriedener Arbeitnehmer besteht Handlungsbedarf

Ein positives Zeichen für den deutschen Arbeitsmarkt: Die Erwerbstätigen in Deutschland sind mit ihrer Arbeitssituation meist zufrieden, auch wenn sich nur jeder Zweite seine derzeitige Tätigkeit bis zum Renteneintritt vorstellen kann.

Eine aktuelle Repräsentativbefragung von 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, zeigt positive Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Rund 86 Prozent der Befragten empfinden ihre Arbeit als sicher sowie vielseitig und abwechslungsreich. Jedoch ist das Zusammenspiel von Arbeit, Familie, Partnerschaft, Sport und Freizeit nur für 55 Prozent zufriedenstellend. Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes e.V., sieht in diesem Zusammenhang Gefahren: "Diese beiden Einschätzungen sollten als Warnsignale für ein hohes Belastungsniveau verstanden werden, dem ein Teil der Beschäftigten auf Dauer nicht gewachsen ist".

Der Beruf hält sie fit – das bestätigen 80 Prozent der Befragten. Jedoch sagen nur 45 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen sich um ihre Gesundheit kümmert: insbesondere in kleineren Firmen (43 Prozent), in großen Unternehmen sind es hingegen 59 Prozent. Deutsche Arbeitnehmer wollen fitter werden: die Hälfte der Beschäftigten gaben an, dass sie sich mehr Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung wünschen. Für Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DGUV, besteht nach diesen Ergebnissen Handlungsbedarf: "Für Kranken- und Unfallversicherung sind diese Signale Ansporn, die Zusammenarbeit bei der Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsverfahren und der betrieblichen Gesundheitsförderung weiter zu intensivieren".

Die Unternehmen versuchen sich auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter einzustellen. So reiche die Palette von Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit, der Arbeitsabläufe oder des eigenen Arbeitsplatzes bis zur Teilnahme an Mitarbeiterbefragungen oder Gesundheitszirkeln. Die Beschäftigten selbst nutzten die Betriebsarzt-Sprechstunden oder nahmen an Schulungen zu Stressbewältigung, Bewegung oder Ernährung teil. Auch der Betriebssport wird von den Befragten in Anspruch genommen.

Handlungsbedarf besteht auch in dem Bereich der beruflichen Anerkennung: Ein Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Schulabschluss (51 Prozent) oder mit Hauptschulabschluss (72 Prozent) sehen dort noch Handlungsbedarf im Gegensatz zu den Befragten mit Fach- und Hochschulreife (jeweils 88 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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