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Teamarbeit

Gleichberechtigt gelingt der Mix am besten

Teamarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der modernen Arbeitswelt: Über 70 Prozent der Deutschen arbeiten regelmäßig im Team - nahezu 60 Prozent von ihnen mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichen Alters. Wenn Beschäftigte Altersunterschiede in ihrem Team stark wahrnehmen und Diskriminierung erleben, hat das negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Das hat eine Analyse des iga-Barometers - einer repräsentativen Telefonbefragung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) unter 2.000 Beschäftigten - ergeben.

Bei der Umfrage haben Beschäftigte unterschiedlicher Betriebsgrößen teilgenommen. Hier hatten die kleinen Unternehmen die Nase vorn. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten weniger häufig von Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen aufgrund des Alters als die in größeren Unternehmen. Sie weisen im Durchschnitt auch einen besseren Gesundheitszustand auf als die Beschäftigten in mittelständischen und Großunternehmen.

Die meisten Vorurteile gegenüber Älteren zeigen sich in der Gruppe der jüngeren Mitarbeiter (unter 20 bis 40 Jahre alt). Mit zunehmendem Alter verändert sich die Einschätzung von altersgemischten Teams: Die Wertschätzung nimmt zu. Frauen nehmen diese Unterschiede weniger stark wahr als Männer. Sie haben weniger Vorurteile und sehen eher die positiven Effekte altersgemischter Gruppen. Unternehmen sollten also die Zusammenarbeit in altergemischten Teams nicht dem Zufall überlassen. Sie können dafür sorgen, dass Mitarbeiter aller Altersstufen sich wohl fühlen und konstruktiv zusammen arbeiten.

Der Schlüssel liegt in einer guten Führung und kontinuierlichen Begleitung der Teams. Die Autoren des iga-Barometers haben dazu folgende Empfehlungen aus den Ergebnissen ihrer Befragung
herausgefiltert: Es ist wichtig:

- die Bedeutung von Altersunterschieden im Team zu verringern, zum
Beispiel durch eine gleichmäßige Besetzung über alle
Altersspannen hinweg
- allgemeinen Vorurteilen durch ehrliche Kommunikation über die
Veränderung der Leistungsfähigkeit im Alter entgegenzuwirken
- Diskriminierungen aufgrund des Alters nicht zuzulassen, sondern
junge und ältere Mitarbeiter zum Beispiel bei Fortbildungen und
in ihrer persönlichen Weiterentwicklung gleich zu behandeln
- darauf zu achten, dass das Arbeitsumfeld gesundheitsförderlich
gestaltet ist. Das ist für jüngere und ältere Mitarbeiter
wichtig, denn es beeinflusst Motivation und Gesundheit
- grundsätzlich eine Wertschätzung der Kompetenzen jedes Alters zu
vermitteln.

In Zeiten des demografischen Wandels ist es für jeden Betrieb entscheidend, das Miteinander aller Generationen am Arbeitsplatz so zu gestalten, dass es möglichst wenig Reibungsverluste gibt.
Altersgemischte Teams bieten viele Chancen für eine fruchtbare Zusammenarbeit, müssen jedoch gut organisiert sein.

(IGA Initiative Gesundheit und Arbeit)


 


 

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