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Börse Düsseldorf

IKB geht an den neuen Primärmarkt

Die IKB Deutsche Industriebank AG hat sich als erster Emittent für den Mitte Juni geschaffenen Primärmarkt der Börse Düsseldorf entschieden und 13 Anleihen gelistet. Der Wechsel an den Heimatbörsenplatz wurde bewusst gewählt.

Mitte Juni hat die Börse Düsseldorf einen Primärmarkt geschaf- fen. Dieser erfüllt die von verschiedenen Obergerichten an die Ausgestaltung von Qualitätssegmenten gestellten Anforderun- gen und eröffnet für Aktien Emittent en im regulierten Markt die Möglichkeit, auch ohne Abgabe eines Kaufan- gebots in den Frei- verkehr zu wechseln. Emittenten, die den Primärmarkt nutzen wollen, können mit Prospekt oder in bestimmten Fällen auch mit einem Exposé Einbeziehungsanträge stellen. Bei der Antragsstellung per Exposé muss der Emittent allerdings einige Voraussetzungen erfüllen. So muss sich sein Sitz in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Staat mit vergleichbarer Rechtsordnung befinden, ein Grundkapital von mindestens 250.000 Euro vorhanden sein und der Nennbetrag oder rechnerische Anteil je Aktie am Grundkapital muss mindestens 1 Euro betragen. Außerdem müssen bei Unternehmen, die nicht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegen, die Abschlüsse der letzten beiden Geschäftsjahre ein positives Ergebnis aufweisen.

Besserer Überblick für Investoren

Die IKB hat ihren Wechsel in den Düsseldorfer Primärmarkt bewusst gewählt: „Wir nutzen diese Möglichkeit, unsere Listings von anderen Börsen hierher zusammenzuziehen, quasi an unseren Heimatbörsenplatz. Dies erleichtert den Investoren den Überblick, erspart uns Kosten und vereinfacht auch die Abwicklung“, erklärt Hans Jörg Schüttler, Vorstandsvorsitzender der IKB Deutsche Industriebank AG. Nach Meinung von Dirk Elberskirch, Vorstandsvorsitzender der Börse Düsseldorf, kann es für viele Unternehmen attraktiv sein, sich in den Primärmarkt zu begeben. „Nach der Schließung des First Quotation Boards der Börse Frankfurt suchen einige Firmen eine neue Heimat. Unternehmen, die die Eingangs-, Transparenz- und Folgepflichten erfüllen, können in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf wechseln und damit in einem Qualitätssegment gelistet sein.“

Transparenzvorschriften

Neben den Listingvoraussetzungen müssen die Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten für den Primärmarkt einhalten. Sie haben eine Quasi-Ad-hoc-Pflicht, müssen einen Unternehmenskalender führen, nach spätestens 6 Monaten einen Jahresfinanzbericht und nach spätestens 3 Monaten einen Halbjahresfinanzbericht vorlegen, ihr Unternehmenskurzporträt jährlich erneuern und Nachträge zu Prospekten veröffentlichen.

(Redaktion)


 


 

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