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  • 16.12.2013, 04:48 Uhr
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Bonse aus Brüssel

Wozu braucht die EU Drohnen?

Den Europäern mangelt es an Luftaufklärung

Zum anderen haben die Militäreinsatze in Libyen und Mali gezeigt, dass es den Europäern an eigener Luftaufklärung mangelt. „In Libyen hat Europa Führungsstärke bewiesen“, sagt Nato-Generalsekretär Rasmussen.

„Aber die Operation hat auch gezeigt, dass den Europäern wichtige Fähigkeiten fehlen. Am wichtigsten sind Intelligence, surveillance und reconnaissance (ISR). Dafür braucht Europa Aufklärungs-Drohnen“.

Der dritte Grund hat nichts mit Kriegsführung, sondern mit Flüchtlingsbewegungen zu tun (die allerdings oft auf Kriege zurückgehen, siehe Syrien).

Die EU braucht unbewaffnete Drohnen, um Migranten im Mittelmeer oder in Osteuropa zu überwachen und – so zumindest die offizielle Begründung – Flüchtlingsdramen wie vor Lampedusa zu verhindern.

Dafür gibt es sogar schon ein eigenes Programm namens Eurosur. Es war lange umstritten, die Linke sprach von einem „340 Millionen Euro teuren Investitionsprogramm für die Rüstungsindustrie“.

Doch im Oktober gab das Europaparlament grünes Licht. Eurosur wurde bereits Anfang Dezember gestartet – pünktlich zum Jahrestag des Friedensnobelpreises für die EU.

Wann die dafür vorgesehenen Drohnen fliegen, und was sie am Ende kosten werden, steht allerdings noch in den Sternen…

(Eric Bonse)


 


 

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