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Derivate-Umfrage 2006

Bonuszertifikate sind die Gewinner im Depot

Bonuszertifikate sind bei Anlegern erstmals beliebter als Discount-Zertifikate, wie eine heute von OnVista veröffentlichte Studie belegt. Das ist ein wesentliches Ergebnis der bereits zum fünften Mal durchgeführten OnVista Derivate-Umfrage, an der rund 1.600 Anleger teilnahmen. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass das Bedürfnis nach Transparenz im mittlerweile unüberschaubaren Zertifikatemarkt gewachsen ist. Der Zertifikatemarkt boomt: Schon mehr als 128.000 Produkte waren im November 2006 zum börslichen Handel zugelassen, davon über 62.000 Anlagezertifikate. Untersucht wurden vor allem Anlagepräferenzen und Informationsverhalten der Befragten. Fokus der Studie lag auf Anlagezertifikaten (Discount-, Bonus-, Index- und Expresszertifikate) sowie Optionsscheinen und Hebelprodukten.

Anleger entdecken Anlagezertifikate als intelligente Alternative zu Aktien und Fonds – der Handel mit diesen Produkten hat weiter zugenommen. Mit einem Zuwachs von 8 Prozent im Vergleich zu 2005 haben Bonuszertifikate am deutlichsten in der Gunst der Anleger gewonnen (33 Prozent) und liegen erstmals vor den Discount-Zertifikaten (32 Prozent). Am beliebtesten sind Indexzertifikate, die um 4 Prozentpunkte zulegen konnten (2005: 44 Prozent, 2006: 48 Prozent). Die neue Produktklasse Expresszertifikate konnte sich etablieren (14 Prozent). Optionsscheine und Hebelprodukte sind weiterhin gefragt: jeweils 54 Prozent und 49 Prozent traden mit diesen Produkten.

Auch in den Wertpapierdepots der Befragten hat der Anteil an Anlagezertifikaten zugenommen: 15 Prozent der Depots bestehen aus dieser Produktklasse, die im Vergleich zum Vorjahr gewonnen hat (+2 Prozent) – zulasten von Aktien. Bonuszertifikate (4 Prozent) sind mit einer Steigerung von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die klaren Gewinner und liegen erstmals vor Discount-Zertifikaten (3 Prozent). Seit 2003 ist der Anteil von Bonuszertifikaten in den Depots kontinuierlich gestiegen. „Bonuszertifikate sind weniger riskant als Direktinvestments, ohne dabei die Gewinnchancen einzuschränken. Sie sind deshalb auch für Anleger mit niedriger Risikobereitschaft interessante Anlageprodukte“, erklärt Andreas Wiethölter, Leiter des Finanzportals www.onvista.de. Wie schon 2005 dominieren spekulative Wertpapiere unter den Derivaten: Hebelprodukte und Optionsscheine machen zusammengenommen 18 Prozent aus. Nach wie vor sind Aktien (36 Prozent) und Fonds (19 Prozent) die Depot-Klassiker.

Bonität wichtiges Kriterium

Die Umfrage belegt das gestiegene Risikobewusstsein der Anleger: Anders als bei einem Investment in Fonds können sie bei einer Insolvenz des Emittenten ihr Geld verlieren. Die Bonität der Emittenten beim Kauf von Anlagezertifikaten stufen 39 Prozent der Anleger daher als sehr wichtig (2005: 32 Prozent) und 36 Prozent als wichtig (2005: 38 Prozent) ein. Bei dieser Einschätzung spielt vermutlich auch das Depotvolumen eine Rolle. Ähnlich wie schon 2005 fand hier eine Verlagerung hin zu höheren Volumenklassen statt. In der höchsten abgefragten Volumenklasse von 200.000 bis 1.000.000 € gab es einen Zuwachs um 3 Prozent auf 16 Prozent.


 


 

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