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Konjunkturumfrage NRW:

Boom im Mittelstand geht weiter

'Grünes Licht' für die Konjunktur in NRW zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) NRW. Die Umsätze der mittelständischen Unternehmen steigen, weitere Investitionen und Neueinstellungen sind geplant.

Die gegenwärtige Geschäftslage wird von 57% der 443 befragten Mittelständler als 'gut' oder 'sehr gut' eingestuft. Ebenso viele Unternehmer erwarten, dass sich der Aufschwung im zweiten Halbjahr 2007 fortsetzen wird. Dabei prognostizieren immerhin 25%, dass sich die Wirtschaft in NRW sogar noch besser als in den anderen Bundesländern entwickeln werde. Zwei Drittel gehen von einer synchronen Entwicklung aus und nur 7% erwarten eine schlechtere Entwicklung in NRW. Obwohl zum Zeitpunkt der Umfrage im August 2007 die Schieflage der IKB bereits bekannt war, sieht sich der Mittelstand in NRW von der amerikanischen Hypothekenkrise nicht betroffen. 52% der Unternehmer stufen aktuell ihre Finanzierungssituation als 'gut' oder 'sehr gut' ein. Zum Vergleich: Vor vier Jahren, als der Zugang zu Krediten schwierig war, lag dieser Wert nur bei 23%. Die positiven Erwartungen schlagen sich in einem steigenden Investitionsvolumen und einem wachsenden Personalbedarf nieder. 34% der Unternehmer wollen in den kommenden 12 Monaten mehr investieren, nur 13% schrauben ihre Investitionspläne zurück. Noch stärker bauen die Unternehmen den Personalbestand aus: 37% des nordrhein-westfälischen Mittelstands planen im zweiten Halbjahr weitere Einstellungen. 57% gehen von einem unveränderten Personalbestand aus, nur 6% wollen die Zahl ihrer Beschäftigten abbauen.

Facharbeitermangel
Der Facharbeitermangel hat sich weiter verschärft. 58% der befragten Unternehmer berichten von gelegentlichen Problemen und fast ein Drittel von ständigen Problemen, geeignete Mitarbeiter zu finden. Dazu Herbert Schulte vom BVMW NRW: "Wir hatten schon 2005 auf dieses Problem hingewiesen. Jetzt sind Lösungen gefragt. An lebenslangem Lernen und permanentem Wissens-Update führt kein Weg mehr vorbei." Als ein Instrument empfiehlt der Unternehmerverband, die Möglichkeit einer einjährigen Ausbildung für Erwachsene einzuführen. Zudem regt der BVMW NRW an, einen Teil der Überschüsse der Agentur für Arbeit in den kommenden zwölf Monaten im Rahmen eines Modellprojektes für die Finanzierung von Wissensgutscheinen für universitäre Weiterbildungskurse einzusetzen.


(Redaktion)


 


 

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