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boot 2014

Die Branche sucht noch den richtigen Kurs

Leinen los und mit Rückenwind in die neue Saison? Das wäre schön, denn der internationale Bootsmarkt befindet sich seit zwei Jahren in einem Wellental. Die Hoffnung dafür liegt auch auf der Messe „boot Düsseldorf“, die am 18. Januar beginnt.

Rund 1650 Aussteller aus 60 Ländern unterstreichen die Bedeutung der Messe für die Branche. Und so klingt es keineswegs überheblich, wenn Messe-Chef Werner Dornscheidt freimütig bekennt: „Wer innovative Bootskonzepte und Produkte zu bieten hat, der konzentriert seine Budgets und Marketingakitvitäten auf die boot.“ Diese hat nach der Neuorientierung unter dem Claim „360° Wassersport erleben“ an Gewicht gewonnen. Neben dem klassischen Prinzip als Verkaufsveranstaltung hat sich die Kombination mit Emotion und Event als Glücksgriff erwiesen. „Die Aussteller erwarten, dass ein Markt geschaffen wird. Das genau tut die boot: ausstellen und mitmachen“, unterstrich Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersport (BVWW), die richtungsweisen Ausrichtung.

Dies zeigt sich in diesem Jahr an verschiedensten Punkten. Neu ist beispielsweise die Jobbörse, die Ausstellern und Fachbesuchern bei der Suche nach Personal unter boot.de hilft. Neu ist ebenfalls das „Refit Center“, eine Themenwelt, in der Experten Tipps und Tricks zur Instandhaltung ihrer Boote verraten. An Werkbänken wird aus dem Wort sogar die Tat. „Do ist yourself“ im Hafen und auf hoher See nimmt übrigens an Beliebtheit zu, denn etwa zwei Drittel der rund 500.000 Bootsbesitzer in Deutschland pflegen und erhalten ihre Boote selber, um länger etwas vom eigenen Schiff zu haben. Ein Trend, der sich, laut Tracht, noch verstärken wird, da die Eigner mehr in die Ausstattung ihrer Boote investieren. Tauchen, Beach World, Segelschule in dem neuen 25 mal 10 Meter großen Becken – die Themenreihe beeindruckt durch Vielfalt.

Glanz und Glamour - Luxus im Aufwind

Allemal beeindruckend sind natürlich die Flaggschiffe auf der boot, die Luxusyachten, die Glanz und Glamour an den Rhein bringen. Mit über 40 großen und luxuriösen Yachten, Booten und Tendern liegt das Luxus-Segment im Aufwind, so die Messeverantwortlichen. Allein zwölf Yachten finden sich in der Klasse von 20 bis 30 Meter wieder. Die längste kommt auf Britannien, heißt „Princess“, ist 30,12 Metern lang, trotz des Gewichtes von 100 Tonnen durchaus schnittig und knapp sieben Millionen Euro schwer. Leider wird dem Großteil der Messebesucher ein Blick auf die luxuriöse Ausstattung verwehrt bleiben und nur ein sehnsüchtiger Blick auf den Kiel Träume von Cote d´azur, Champagner und ewigen Urlaub wecken.

Zurück zur Realität. Mit einem dreiprozentigen Zuwachs rechnet die Branche 2014, nachdem die Herbstmessen im letzten Jahr Positives versprachen. Wo diese genau herkommen, wird sich noch zeigen. Hoffnung wird auf die Ausweitung der Führerscheinfreigrenze von 5 auf 15 PS gelegt. Der Absatz an 15 PS Motoren hat sich in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 um 150 Prozent erhöht und ist besonders bei Einsteigern beliebt. Zumal mit dieser Motorisierung Boote bis neun Meter Länge interessant werden.

So bleibt der Blick optimistisch. Die Konjunkturzahlen versprechen ein Wirtschaftswachstum, das auch die Boots- und Wassersportbranche auf einen Wellenkamm steuern kann. Die Unternehmen glauben jedenfalls fest daran. 79,2 Prozent (Vorjahr: 64,8%) erwarten in den kommenden zwei bis drei Jahren gleich gute oder bessere Geschäfte, Werner Dornscheidt rund 235.000 Besucher und die Branche endlich Kurs vor dem Wind.

boot düsseldorf
18. – 26.1.2014
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr

(Manfred Fammler)


 


 

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