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boot 2018

Zukunftsprojekte im und auf dem Wasser

Gemeinsam mit der Prince Albert II of Monaco Foundation vergaben die boot Düsseldorf und die Deutsche Meeresstiftung den ocean tribute Award an besonders ambitionierte und zukunftsorientierte Projekte aus den Bereichen Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft.

Messechef Werner M. Dornscheidt war von den engagierten Unternehmen und Ideen so begeistert, dass er das Preisgeld für die Gewinner von 1.500 auf 3.000 Euro je Kategorie erhöhte.

Die erste Auszeichnung des Abends ging an Friedrich J. Deimann für die Entwicklung der Green Boats in der Kategorie Industrie. Laudator Messechef Werner Matthias Dornscheidt bescheinigte dem Bremer Unternehmen eine besonders große Innovationskraft. Ziel von Green Boats ist es, mit modernen und nachhaltigen Materialien eine Alternative zu herkömmlichen Kunststoff-Yachten, Kunststoff-Surfboards und sonstigen Kunststoffprodukten zu schaffen. Dabei kommen statt Glasfasern nachhaltige Flachsfasern zum Einsatz und statt Polyesterharzen auf Erdölbasis verwendet Green Boats Harze auf Leinölbasis. Dort, wo Sandwich Materialien eingesetzt werden, verwendet das junge Unternehmen Kork oder Papierwaben. Im Vergleich zu herkömmlich produzierenden Unternehmen spart Green Boats so bei der Herstellung von Wassersportartikeln mindestens 80 Prozent CO2 ein.

Der Preisträger in der Kategorie Wissenschaft möchte durch seine Internationale Ocean Acidification Initiative (Internationale Initiative zur Übersäuerung der Ozeane) ein Netzwerk von Wissenschaftlern schaffen, um die meereschemischen Entwicklungen zu beobachten, zu verstehen und an die Ocean Foundation zu berichten.

Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, und Windsurf-Legende Robby Naish überreichten der Vertreterin der Ocean Foundation, Alexis Valauri-Orton, die Auszeichnung. Zusammen mit ihren Partnern hat die Gesellschaft mit Sitz in Washington „Starter Kits“ zur Beobachtung der Meeresübersäuerung entwickelt. Diese Labor- und Feldkits, auch "GOA-ON" (The Global Ocean Acidification Observing Network) genannt, sind in der Lage, hochwertige Messungen für ein Zehntel der Kosten von bisherigen Messsystemen durchzuführen. Durch ihre Initiative hat die Ocean Foundation über 40 Wissenschaftler und Ressourcenmanager in 19 Ländern ausgebildet und zehn Länder mit GOA-ON Paketen versorgt.

In der Kategorie Gesellschaft hielt Schauspieler Sigmar Solbach die Laudatio auf das niederländische Unternehmen Fairtransport. Das Transportunternehmen aus Den Helder möchte den fairen Handel noch sauberer und gerechter gestalten. Anstatt fair gehandelte Produkte auf herkömmlichem Wege zu importieren, verschifft das Unternehmen ausgewählte Waren per besegeltem Handelsschiff nach Europa. Ziel ist es, ein grünes Handelsnetz mit fairen Produkten aufzubauen. Momentan werden für den Transport zwei alte Traditionssegler genutzt.

Die „Tres Hombres“ fährt eine jährliche Route zwischen Europa, allen Inseln im Nordatlantik, der Karibik und dem amerikanischen Kontinent. Die „Nordlys“ läuft im europäischen Küstenhandel, in der Nordsee und im Großraum Europa. Fairtransport arbeitet daran, die beiden Frachtsegler durch moderne Handelsschiffe mit Segelantrieb auszutauschen. Das niederländische Unternehmen ist das erste emissionsfreie Transportunternehmen weltweit.


Fotos:

01:

(Manfred Fammler)


 


 

Monaco Foundation
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