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Wassersportmesse: Weltpremieren und Innovationen

Die weltgrößte Wassersportmesse nimmt Fahrt auf. Vom 17. Bis 25. Januar werden die Messehallen am Rhein die boot Düsseldorf beherbergen – mit noch mehr Ausstellern, noch mehr Schiffen und noch mehr Premieren. „Die boot wird eine Premierenshow“, verspricht Werner Dornscheidt, Geschäftsführer Messe Düsseldorf.

„Die Aussteller bringen eine Fülle an innovativen Produkten und Bootskonzepten nach Düsseldorf“, weiß Dornscheidt und verspricht dabei sogar starke 22 Weltpremieren. Diese Zahl passt auch zu den übrigen, die im Vorfeld der boot aufgezählt wurden. 1.700 Aussteller aus 57 Ländern – mit einem großen niederländischen Block – füllen komplett die 17 Messehallen auf 213.000 Quadratmetern. Ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So wächst die boot auch im fünften Jahr hintereinander – nach der großen Finanzkrise -, obwohl die Absatzmärkte rund um das Mittelmeer mit Italien, Spanien und Griechenland keinen Grund zur Freude geben. Deutschland ist auch hier wieder der Motor für gute Geschäfte. „Auch wenn der Erholungsprozess der Branche bei weitem noch nicht abgeschlossen ist, sind Optimismus und Wille zum Erfolg unübersehbar“, resümierte Dornscheidt.

Natürlich führen die Niederländer die Tabelle als größte ausländische Ausstellernation an, gefolgt vom krisengeschüttelten Italien, Frankreich und Großbritannien. Und damit die Niederländer sich nun auch auf der Messe so heimisch fühlen wie auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt, erhält die Robben-Nation mit der Halle 17 ihre eigene „Hollandhalle“ für niederländische Stahlyachten.

Die große Segelyacht-Schau ist in den Hallen 15 und 16 zu finden.

Die luxuriösen Großyachten, von denen der Leichtmatrose auf der Messe nur den schmalen, glatten Rumpf bestaunen darf, finden sich in Halle 6. Insgesamt sind rund 60 „glamouröse Yachten, Boote und Tender“, so Dornscheidt, zu bestaunen.

Nach den politischen Unruhen und dem arabischen Frühling gibt nun auch das Tauchsporturlaubsland Ägypten seine Zurückhaltung auf und buhlt verstärkt wieder um Urlauber und Devisen.

Optimismus und steifende Produktionszahlen

Mit Optimismus startet die Wassersportwirtschaft in die neue Saison. So konnten die deutschen Bootshersteller ihre Produktion im Geschäftsjahr 2013/2014 auf rund 1.700 Segel- und Motoryachten und damit um zehn Prozent steigern. Marktanteile im In- und Ausland wurden sogar hinzugewonnen. Besonders deutlich wurde dies im Segelbootbereich. wobei der Export nach Stückzahlen um über sechs Prozent zulegte.

Diesen Schwung wollen die Bootsbauer natürlich in die neue Saison mitnehmen, wobei sich derzeit zwei Entwicklungen abzeichnen. Eine erhöhte Nachfrage nach größeren Segelyachten von über zwölf oder 14 Meter Länge und der Anstieg des Gebrauchtbootgeschäfts. „Insgesamt rechnet die Wassersportbranche für das kommende Jahr mit einer Fortsetzung des positiven Trends auf dem deutschen Markt“, fasste Jürgen Tracht, Bundesverband Wassersportwirtschaft, im Vorfeld der boot 2015 zusammen.

Die boot nimmt Kurs auf – auch auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Beiden Aspekten wird mehr Raum eingeräumt, sollen Antworten gegeben werden, sei es beim sanften Tourismus als auch bei alternativen Antriebsarten. Wie allerdings eine Brücke von Nachhaltigkeit und Umweltschutz zum verstärkten Auftreten von Kreuzfahrtangeboten des bis jetzt noch europaweit größten Touristikkonzerns geschlagen werden kann, bleiben die Messe-Macher schuldig.

(Manfred Fammler)


 


 

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