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Branche im Aufwind

Werbeinvestitionen steigen wieder

Die Investitionen in Werbung in Deutschland sind nach einigen schwachen Monaten wieder angestiegen. Trotzdem wird die Werbebranche 2013 wohl mit einem Minus abschließen. 2014 soll es dann wieder aufwärts gehen.

Der deutsche Werbemarkt zieht wieder an. Nach Monaten der Zurückhaltung investieren Werbungtreibende nun wieder mehr in Kommunikation. Im kommenden Jahr werden die Werbeinvestitionen erstmals seit 2011 wieder steigen, nämlich um 1,2 Prozent. Das prognostiziert die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia in ihrem aktuellen "Advertising Expenditure Forecast". "Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir zwar noch ein Minus von 1,5 Prozent, aber die Wirtschaftslage lässt Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft schauen", erläutert Frank-Peter Lortz von ZenithOptimedia. "Wir sehen, dass Werbungtreibende bislang zurückgehaltene Budgets freigeben und in Marken- und Imagewerbung investieren. Davon profitiert TV am stärksten, so dass wir hier von einem Netto-Wachstum von 2,6 Prozent in 2013 ausgehen."

Print verliert, Online gewinnt

Auch die Investitionen in Internetwerbung steigen. 2013 werden sie in Deutschland 5,3 Prozent über dem Vorjahr liegen, für 2014 und 2015 rechnet ZenithOptimedia mit jährlichem Wachstum zwischen acht und neun Prozent. Insgesamt werden im kommenden Jahr netto 4,29 Mrd. Euro in Online-Display, Search und Affiliate fließen – und damit erstmals mehr als in Fernsehwerbung (4,27 Mrd. Euro). Die größten Verlierer im Werbemarkt sind weiterhin die Print-Medien. Zeitungen werden im sechsten Verlustjahr in Folge dieses Jahr weitere 8,1 Prozent ihrer Werbeeinnahmen einbüßen, bei den Zeitschriften sieht es mit minus 4,8 Prozent ein wenig besser aus. Trotz der starken Verluste bleibt die Gesamtheit der Zeitungen auch im Jahr 2014 noch die stärkste Mediengattung im Leseland Deutschland. Erst 2015 wird mit 4,68 Mrd. Euro erstmals gleich viel in Online-Werbung und in Zeitungen investiert.

Zweite digitale Revolution

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) des gesamten Werbemarktwachstums geht dieses Jahr bereits auf Internetwerbung zurück, die auf Smartphones und Tablets ausgeliefert wird. Insgesamt ist Mobile mit einem Gesamtvolumen von 14,3 Mrd. US-Dollar und 2,8 Prozent Anteil an den weltweiten Werbeinvestitionen zwar noch klein, doch rapides Wachstum von über 50 Prozent jährlich untermauert die steigende Relevanz. Bereits in 2015 wird sich Mobile-Anteil am Werbekuchen auf 6 Prozent mehr als verdoppelt haben. "Auch in Deutschland werden über kurz oder lang die Werbebudgets den Nutzern auf die mobilen Endgeräte folgen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche", unterstreicht Lortz. "Die Werbung folgt immer ihren Zielgruppen. Tatsächlich stehen wir am Beginn einer zweiten digitalen Revolution. Der PC war die Starttechnologie. Die Zielgruppen jedoch sind mobil, und die mobilen Screens werden zum First Screen.

(Redaktion)


 


 

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