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Erschöpfungssyndrom

Burnout – von der Manager- zur Volkskrankheit?

Vorbeugung und Überwindung

Eine nachhaltig wirkende Vorbeugung bzw. Überwindung eines Burnout darf insbesondere die letztgenannten Punkte „Werte, Sinn und Ziele“ nicht ausblenden. So sinnvoll und wichtig eine verbesserte Beachtung von Erholungszeiten, der Einbezug von Bewegung in den Lebensstil, eine gehaltvolle Ernährung und andere Aspekte sind – das Fehlen von klar definierten Werten, Sinn und Zielen verhindert allzu oft eine nachhaltig wirkende Burnout-Prävention. Diese Arbeit kann von Psychotherapeuten und auch von entsprechend ausgebildeten Coaches unterstützt werden. Während letztere aber in der Regel privat bezahlt werden müssen, wird fachgerechte Psychotherapie von den Kassen übernommen.

Und die Arbeitgeber?

Die unter nicht wenigen Führungskräften verbreitete Philosophie des „Nichts-gesagt- ist-genug-gelobt“ hat sich als stark begünstigend für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms bei den davon betroffenen Mitarbeitern erwiesen. Ähnliches ist von hochgradig strukturiertem Führungsverhalten zu sagen, das den Mitarbeitern keine oder nur sehr wenige Lösungsmöglichkeiten für anstehende Probleme lässt. Fehlende Gestaltungsspielräume sind auch das Thema bei monotonen Arbeitsabläufen mit fehlender Anforderungsvielfalt. Wenn dann noch eine hohe Verantwortung hinzukommt, dann ist die Burnout-Gefahr schon fast mit Händen zu greifen. Wie eine Untersuchung aus dem Jahre 2004 gezeigt hat, gehören Schulungen und entsprechende Coachings von Führungskräften zu den effektivsten Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dies gilt mit Sicherheit bei der Stress- und Burnoutprävention noch verstärkt, zeigen doch Umfragen immer wieder, welch hohe Bedeutung das Führungsverhalten auch an dieser Stelle hat. Aber auch eine erhöhte Aufmerksamkeit bei entsprechend disponierten Mitarbeitern würde schon eine Menge helfen, um die mit einem Burnout fast immer verbundenen langen Fehlzeiten zu reduzieren.

StressFrey-Institut
Markus Frey Gerstenkamp 19 D-51061 Köln Tel. 0221 6086-438 Fax 0221 6086-237 E-mail [email protected]
Internet: www.stressfrey.de


(Markus Frey)


 


 

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