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Caravan Salon 2014

Die Branche setzt vor allem auf den deutschen Markt

Die Parkpositionen auf P1 am Düsseldorfer Messegelände sind eingenommen, die schwarz-weiß karierte Flagge wurde geschwenkt und damit hat die weltgrößte Show für Reisemobile und Caravans begonnen. Ganz neu bei der 53. Auflage der Caravan Salon 2014: Internettickets gibt´s für zwei Tage zum Preis vom einem Ein-Tages-Ticket.

Was die Macher dazu bewogen hat, einen solch günstigen Tarif einzuführen, bleibt Spekulation. Offiziell wurde als Erklärung angeboten, dass das Messeangebot allein durch zwei zusätzliche Messehallen in diesem Jahr dermaßen vergrößert wurde, dass das Erlebnis an einem Tag nicht zu schaffen sei. Allerdings könnte der Grund auch sein, dass die Aussteller doch einen Großteil des Jahresumsatz durch Direktverkäufe und Aufträge auf der Caravan in Düsseldorf machen. Und bei meist fünfstelligen Investitionen lohnt sich vielleicht doch ein zweiter Blick an einem zweiten Tag.

Denn Umsätze braucht die Branche spürbar. Gäbe es nämlich das Hochkonjunkturland Deutschland nicht, so kämen die Hersteller ziemlich ins Schleudern. Auf dem ausländischen Markt setzte sich der Abwärtstrend um 0,6 Prozent fort (6,2 Prozent 2013). Dieser wurde zwar in den letzten Krisenländern Dänemark, Niederlande und Italien stabilisiert, aber mit Großbritannien tauchte ein neues Sorgenkind auf dem Markt auf. Dort gab der Caravanmarkt um 4,2 Prozent nach, während der Reisemobilmarkt um 14,1 Prozent zulegte. „Sehr irritierend“, wie Hans-Karl Sternberg, Generalsekretär der European Caravan Federatin (ECF) meinte. Tendenziell stellte er übrigens einen Trend zum hochwertigen Gebrauchtfahrzeug fest. In großem Umfang seien nämlich diese vorwiegend aus Deutschland ins Nachbarland Niederlande eingeführt worden.

Überhaupt scheint Deutschland als Konjunkturdiesel den Markt zu behaupten. „Wie verzeichnen eine positive Entwicklung bei den Neuanmeldungen“, freute sich Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD). Man befinde sich bei den Neuzulassungen „mit einem Zuwachs von 4,8 Prozent im vierten Jahr in Folge auf Rekordkurs.“

Wie gesagt in Deutschland, denn 50 Prozent der deutschen Hersteller produzieren für den Export. Überraschend ist dann die Zahl, dass der Gesamtumsatz der Caravan-Wirtschaft trotzdem um 6,1 Prozent auf rund 3,5 Mrd. Euro gestiegen ist. Das Neuwagengeschäft wuchs um 3,1 Prozent auf rund 1,8 Mrd. Euro und der Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen legte um über zehn Prozent auf einem Umsatz von knapp 1,4 Mrd. Euro zu. Was allerdings laut Förtsch die positive Entwicklung der Zulassungszahlen in Deutschland seit Anfang des Jahres mit den beiden Sondereffekten „Fussball-WM und das weitgehend milde Wetter“ zu tun haben soll, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Apropos Fussball-Weltmeister. Montag Abend rechnen die Veranstalter mit einem erhöhtem Verkehrsaufkommen, da Jogis Jungs gleich nebenan am Ort des alten Rheinstadions ab 17 Uhr ein öffentliches Training absolvieren. Für das Länderspiel am Mittwoch rechnet die Messe mit weniger Problemen.

(Manfred Fammler)


 


 

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