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Caravan Salon 2017

Die Branche boomt - Rekordserie im siebten Jahr

Sie sind wieder da. Wenn sich alljährlich im Spätsommer eine fast makellose weiße Wand am Tonhallenufer aufbaut und an eine rollende Trutz- oder Wagenburg erinnert, dann ist der Caravan Salon Düsseldorf nicht weit.

Die „weltweit größte Auswahl rund um den mobilen Urlaub“, so Messedirektor Stefan Koschke, startet am 26. August.

Die Branche boomt, ihr gehe es „hervorragend“, sagte Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer Caravaning Industrie Verband (CIVD), und präsentierte beeindruckende Zahlen. Demnach würden am Ende des laufenden Jahres die Zahl der Neuzulassungen das Rekordjahr von 1991 (!) kräftig übersteigen.

„Damals hatten wir über 50.000 Neuzulassungen, 2017 werden wir mit über 60.000 Einheiten beenden.“ Hinter der Zahl verbirgt sich eine weitere Erfolgsstory. Das „verflixte“ siebte Jahr ist für die Branche alles andere als miserabel. Onggowinarso: „Es ist das siebte Rekordjahr in Folge. Und ein Ende ist nicht in Sicht.“

Dafür sprechen allein schon die Exportzahlen. Schließlich gehen 40 Prozent – ebenfalls eine Steigerung – der 110.000 Einheiten ins Ausland.

Kein Ende in Sicht? Die Rahmenbedingungen scheinen den Herstellern von Reisemobilen und Caravans in die Karten zu spielen. Und dies, obwohl die Neupreise der individuellen Asphaltfreiheit 2017 im Durchschnitt bei rund 71.500 Euro für ein Reisemobil und bei knapp 19.500 Euro für einen Caravan liegen.

Doch Nordafrika und die Türkei als sichere und beliebte Reiseländer haben stark unter den politischen Wirren gelitten und verlieren deshalb zunehmend an Attraktivität. So setzt der bundesdeutsche Urlauber lieber auf die Nummer sicher, wenn auch schon etwas teurer. Übrigens: Erstmals wurde im letzten Jahr die magische 20 Millionen Grenze bei Übernachtungen auf einem Campingplatz in Deutschland überschritten – wobei hier die Zahl der Übernachtung in Zelten oder Camping-Homes nicht differenziert wird.

Die Caravan- und Reisemobil-Branche steht nicht gerade für Innovation, eher für Trends. So liegen die Schwerpunkte 2017 immer noch auf Möglichkeiten der Leichtbauweise (bis 3,5 t), zunehmend jedoch auch auf steigenden Komfort und bessere Bedienbarkeit des Fahrzeuges, um vielleicht auch die Alltagstauglichkeit verstärkt ins Zentrum des Interesses zu rücken.

Dieses Interesse erwartet die Messe Düsseldorf von den Besuchern (erwatet werden über 200.000), die auf einige Neuerungen und Veränderungen auf dem Messegelände treffen werden. Neu ist der Direktverkauf von Caravan- und Campingzubehör in der Halle 7a, die nun als „Zubehör-Paradies“ bezeichnet wird. Ebenfalls erstmalig wird ein Mountainbike-Parcours aufgebaut. Verändert dagegen der Standort des Traumreisezeltes, das seinen Platz nun in der Halle 10 Platz gefunden hat.

Mit 214.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist der Caravan Salon 2017 so groß wie nie zuvor. 130 Reise- und Caravanmobilmarken präsentieren mehr als 2.100 Freizeit-Fahrzeuge der unterschiedlichsten Preisklassen. Der Caravan Salon Düsseldorf, 26. August bis 3. September, ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos und preisgünstigere Online-Tickets gibt es hier.

(Manfred Fammler)


 


 

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