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Caravan Salon

Auf der Jagd nach einem neuen Rekord

Die Caravan- und Reisemobilbranche jubelt. Bereits im sechsten Jahr in Folge konnten Rekordzahlen gemeldet werden. Nun steht der „Caravan Salon“ vor der Tür, wo auf 214.000 Quadratmetern rund 600 Aussteller über 2.100 Freizeit-Fahrzeuge für jeden Geschmack und jedes Budget die positiven Prognosen für 2020 befeuern soll.

Während sich andere Liegestuhl an Liegestuhl gedrängt auf einem sonnenbeschienen Deck mit tausenden weiteren Urlaubswilligen auf die Meere hinauswagt, setzen wiederum Abertausende auf das Gefühl von Freiheit und (relativer) Unabhängigkeit: Die Camper.

Beiden Urlaubssegmenten ist gleich: Sie sind im Trend.

Bei den Reisemobilen drückt sich dies in Rekordzahlen aus. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden über 61.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Das sind nicht nur 13 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2018. Die Neuzulassungen von Reisemobilen wuchsen zwischen Januar und Juli um fast 15 Prozent und stellten ebenfalls einen neuen Rekord auf. Die Caravan-Neuzulassungen legten um starke 10 Prozent zu. Die Caravaningbranche erwartet für das Gesamtjahr 2019 somit ein neues Rekordergebnis.

Allein die Neuzulassungen von Caravans klettern um 10,1 Prozent auf 20.321 Einheiten. Das ist das beste Ergebnis seit fast 20 Jahren. Der Markt für Reisemobile stieg sogar um 14,7 Prozent auf 40.854 Fahrzeuge und erreichte damit einen neuen Höchststand für den Zeitraum Januar bis Juli. Und obwohl eine Lärche bekanntlich keinen Sommer macht, so hatte der Juli großen Anteil an dem voraussichtlichen Rekordjahr 2019, da allein in diesem Monat 8.680 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen wurden.

Davon profitiert auch der Markt für gebrauchte Caravan und Reisemobile. Seit Januar wechselten fast 79.000 Fahrzeuge den Besitzer – Rekord.

Unterstützung für strukturschwache Regionen?

Unbestritten gewinnt das „Campen“ an Attraktivität. Für die Reisenden sowie für die Stellplatzanbieter und Kommunen. Laut Statistik geben die Camper pro Übernachtung mindestens 50 Euro am Standort aus. Bei 34,5 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr kommt dabei eine stolze Summe zusammen, eine Summe, die gerade in strukturschwachen Regionen mit viel Wald, Flüssen oder künstlichen Seen in Braunkohlegebieten gerne gesehen würden.

Allerdings fehlen dazu vielerorts noch die Rahmenbedingungen, um auch den aktuellen Trends in der Branche Rechnung zu tragen: Konnektivität. Die Mobile und Caravans werden vernetzt und geben über ein Bedienpanel Füllstände von Batterie, Wasser und Benzin wieder.

Die Nachfrage nach neuen Reisemobilen und Caravans erreichte in der ersten Jahreshälfte einen neuen Höchststand in Deutschland. Entsprechend steigerte die deutsche Caravaningindustrie ihre Produktion in den ersten sechs Monaten erneut. 68.451 produzierte Freizeitfahrzeuge bedeuten ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. Knapp die Hälfte (42,1 Prozent) der Fabrikate ging in den Export. Die Ausfuhren entwickelten sich nach einem starken Anstieg im Vorjahr rückläufig (minus 4,3 Prozent). Sie blieben mit 28.819 Freizeitfahrzeugen aber auf hohem Niveau.

Auf der Suche nach DEM Trend

Trends festzumachen wird immer schwieriger. Wenn es denn einen zu erkennen gibt, so ist dieser mit dem Schlagwort „Kastenwagen“ gut beschrieben. Diese machen einen immer größeren Teil der Reisemobilproduktion aus und haben mittelgroße teilintegrierte Modelle an der Spitze abgelöst.

Bleibt noch die Frage oder Suche nach einem umweltfreundlichen Antrieb. Da bleibt es anscheinend derzeit nur bei der Frage und der Suche.

Der Caravan Salon startet am Freitag, 30. August 2019 und endet am Sonntag, 8. September 2019.

(Manfred Fammler)


 


 

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