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Kapitalerhöhung geplant?

Milliarden für die Commerzbank

Die teilverstaatlichte Commerzbank plant offenbar noch in diesem Herbst eine milliardenschwere Kapitalerhöhung.

Vorstandsvorsitzender Martin Blessing wolle neue Aktien im Volumen von mindestens fünf Milliarden Euro am Markt verkaufen und damit den Staat zum Teil ausbezahlen, berichtete das «Handelsblatt» in der heutigen Ausgabe unter Berufung auf Finanzkreise. Voraussetzung sei, dass die Stimmung an der Börse gut sei und sich der Aktienmarkt insgesamt stabil zeige.

Die Commerzbank hole sich für die Kapitalerhöhung bereits Rat bei Investmentbanken, hieß es weiter. Innerhalb der Bank bespreche bisher aber nur der engste Zirkel um Blessing das Thema. Noch seien außer dem Wunschtermin Herbst keine weiteren Details festgelegt.

Mit den Plänen reagiere Blessing auch auf den Druck aus Berlin. Zuletzt hatten mehrere Koalitionspolitiker offen gefordert, aus der Commerzbank wieder auszusteigen. «So schnell wie möglich» wolle er den Staatsrückzug erreichen, sagte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Die Commerzbank war im Verlauf der Finanzkrise in Schieflage geraten. Der Staat musste die Bank mit insgesamt mehr als 18 Milliarden Euro vor dem Untergang bewahren. Seitdem ist die Bundesregierung über den Bankenrettungsfonds SoFFin mit 25 Prozent an der Commerzbank beteiligt. 

Die Genehmigung zu Kapitalmaßnahmen hatte sich die Commerzbank auf der Hauptversammlung im Mai geholt. Bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang August hatte es geheißen, es gebe noch keine konkrete Planung für Kapitalmaßnahmen. Diese Aussage gelte weiterhin, sagte ein Sprecher der Bank am Freitagmorgen.

(ddp)


 


 

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