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Unternehmensinsolvenzen

Creditreform befürchtet Wiederanstieg der Unternehmenspleiten

Die zuletzt deutlich rückläufige Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland könnte in diesem Jahr wegen der internationalen Finanzmarktkrise in den USA stagnieren. Zu dieser Einschätzung gelangt der Wirtschaftsinformationsverband Creditreform in einer am Dienstag in Neuss veröffentlichten Studie zum Insolvenzgeschehen in Europa. Sollte die Krise noch weitere Kreise ziehen, dann sei sogar eine Umkehr des Trends zu befürchten, heißt es darin.

Als eine Folge der Finanzmarktkrise registriere Creditreform eine Zurückhaltung der Banken bei Firmenkunden- und Konsumenten-Krediten, heißt es weiter in der Studie. Weil sich in den vergangenen Jahren gezeigt habe, dass die Insolvenzhäufigkeit in Zeiten leicht verfügbarer Liquidität abnahm, stehe aktuell zu befürchten, dass sich sowohl in Deutschland als auch in Europa und den USA insgesamt der Trend der rückläufigen Insolvenzen umkehrt und es 2008 zu einem Wiederanstieg der Konkurse kommt.

Den Angaben zufolge ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2007 auf Jahressicht um 10,4 Prozent auf 27 490 zurück. Im Jahr zuvor betrug der Rückgang noch knapp 17 Prozent. Deutschland belege damit nach Italien und Österreich Platz drei der Länder mit den stärksten Abnahmen bei den Unternehmensinsolvenzen.

Wie weiter aus der Studie hervorgeht, schwächte sich der Anstieg der Zahl der Privatinsolvenzen im vergangenen Jahr ab. Während in Deutschland 2006 noch ein Zuwachs von fast 25 Prozent verzeichnet wurde, betrug der Zuwachs im vergangenen Jahr nur noch 12,3 Prozent auf 139 510 Fälle. Nach Schweden und Österreich liegt Deutschland damit ebenfalls auf Platz drei.

(Redaktion)


 


 

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