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Creditreform

Im Handwerk immer noch glänzende Aussichten

Trotz der zunehmenden Konjunkturängste ist die Stimmungslage im deutschen Handwerk weiter als sehr gut zu bezeichnen.

Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Creditreform Wirtschaftsforschung (Neuss).

Ähnlich wie im Vorjahr schätzten gut drei Viertel der Befragten (77,5 Prozent) ihre Geschäftslage als sehr gut bzw. gut ein. Weiterhin am höchsten, aber nicht mehr so euphorisch wie noch im Vorjahr, sind die Zustimmungswerte im Baugewerbe. In den meisten übrigen Handwerksbereichen verbesserte sich hingegen die Geschäftslage, so dass die positive Wirtschaftslage im Handwerk weiter auf einem breiten Fundament steht.

Positiv entwickelten sich erneut die Umsätze der Handwerksbetriebe. Demnach verbuchten 40,7 Prozent der Befragten ein Umsatzplus (Vorjahr: 40,2 Prozent). Allerdings nahm der Anteil der Betriebe zu, die Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten (von 6,7 auf 9,5 Prozent). So stand vor allem im Baugewerbe häufiger als im Vorjahr ein Umsatzminus zu Buche.

Preise steigen – hoher Arbeitskräftebedarf

Weiter gestiegen sind die Preise für Handwerkerleistungen. 60,9 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten Monaten die Preise erhöht zu haben (Vorjahr: 52,9 Prozent). 62,3 Prozent der Befragten kündigten für die nächsten Monate Preiserhöhungen an.

Der Fachkräftemangel bremst zunehmend die Entwicklung der Handwerksbetriebe. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele Betriebe einen höheren Personalbedarf haben, als der Arbeitsmarkt derzeit anbietet. So haben 28,9 Prozent der Betriebe in den letzten 12 Monaten den Personalbestand erhöht (Vorjahr: 30,7 Prozent). Jeder achte Handwerksbetrieb (12,8 Prozent) meldete eine Verkleinerung des Personalbestandes (Vorjahr: 10,6 Prozent).

Auch in den kommenden Monaten suchen die Handwerksbetriebe personelle Verstärkung. Immerhin 27,4 Prozent der Befragten planen, das Personal aufzustocken. Weitere 68,1 Prozent der Betriebe wollen die Mitarbeiterzahl zumindest konstant halten, was aufgrund der Alterung der Belegschaften oftmals ebenfalls Neueinstellungen erfordert. Im Vorjahr war die Einstellungsneigung
im Handwerk aber etwas größer gewesen – damals wollten 31,3 Prozent aufstocken.

Die Geschäftserwartungen der Handwerksbetriebe sind weiter zuversichtlich. Verschlechterte Konjunkturmeldungen und höhere Risiken, insbesondere im Außenhandel, haben bislang das Handwerk nicht nennenswert beeinträchtigt. 42,7 Prozent der Befragten (Vorjahr: 40,6 Prozent) erwarten sogar steigende Umsätze in den kommenden sechs Monaten. Lediglich 6,2 Prozent der Befragten (Vorjahr: 4,0 Prozent) rechnen mit Umsatzeinbußen. Diese Entwicklung findet sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen des Handwerks. Etwas ausgeprägter ist die Zurückhaltung hingegen bei den Ertragserwartungen. Hier rechnen 8,2 Prozent der Befragten
mit Rückgängen.

Unverändert hoch ist der Anteil der Betriebe, die Investitionen planen. 59,2 Prozent der Befragten wollen in den kommenden Monaten investieren – ein ähnlich hoher Wert wie im Vorjahr (59,1 Prozent). Mehr Investitionsbedarf gibt es im Handwerk offenbar bei Ersatzinvestitionen.

Die Investitionen stemmt jeder dritte Betrieb (34,1 Prozent) ausschließlich mit Eigenkapital. Leicht gestiegen ist der Anteil der Befragten, die allein Fremdkapital zur Investitionsfinanzierung nutzen wollen (von 13,3 auf 15,3 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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