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Das Interview

Jörg Philippi-Gerle knüpft Business-Netzwerke

Jörg Philippi-Gerle und sein Eventteam managen das größte Business-Netzwerk im Rheinland. Susan Tuchel traf den Leiter der Veranstaltungen/Netzwerk der Rheinischen Post Medien GmbH in seinem Büro in den Schadow-Arkaden.

business-on: Seit anderthalb Jahren leiten Sie die Netzwerkveranstaltungen in Düsseldorf sowie in den Nachbarstädten Neuss und Mönchengladbach. Davor waren Sie Lokalchef beim Express, was hat Sie an der neuen Aufgabe gereizt?

Philippi-Gerle: Ich habe gern mit Menschen zu tun und kann viel bewegen. Zusammen mit meinem Team managen wir fünf Netzwerkevents und jedes Format ist anders und spannend. Vom Polittalk „Ständehaus Treff“ über die Get-Together-Treffen „Düsseldorf IN“, „Was gibt`s Neuss?“ und „MG ist IN“ bis zum Branchentreff „Düsseldorf IN - Ärzte im Gespräch“. Als sechstes Event ist letztes Jahr die „Sommernacht“ im Aquazoo hinzugekommen. Diese fand so großen Anklang, dass auch die nächste Sommernacht am 18. September in diesem ganz besonderen Ambiente stattfinden wird.

business-on: Seit wann wird denn eigentlich schon genetzwerkt?

Philippi-Gerle: Seit 1999, da fand der erste „Landhaus Treff“ in Duisburg statt. Auf der Bühne saßen Oskar Lafontaine und Frank Plasberg. Erfunden hat das Format mein Vorgänger Axel Pollheim. Aus dem „Landhaus Treff“ wurde der „Ständehaus Treff“ in Düsseldorf und Pollheim und sein Team schafften es, ein lokales Netzwerktreffen mit überregionaler Wirkung zu etablieren und Bundeskanzler, Spitzenpolitiker, Wirtschaftsgrößen, Künstler und den Astronauten Alexander Gerst auf die Bühne zu holen.

business-on: Dann hat der „Ständehaus Treff“ in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Wer sind die Gäste im Jubiläumsjahr?

Philippi-Gerle: Am 6. Mai kommt Robert Habeck, für den 24. Juni konnten wir Annegret Kramp-Karrenbauer gewinnen, am 16. September besucht uns Christian Sewing, der CEO der Deutschen Bank. Und am 28. Oktober – darüber freue ich mich persönlich ganz besonders – wird Erzbischof Georg Gänswein unser Gast sein. Das ist schon etwas ganz Besonderes, mit jemandem sprechen zu können, der als Präfekt des Päpstlichen Hauses mit dem emeritierten und dem amtierenden Papst zusammenarbeitet. Dieser „Ständehaus Treff“ wird übrigens auch unsere 500. Netzwerkveranstaltung insgesamt.

business-on: Für rund 500 Düsseldorfer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport gehören die monatlichen IN-Treffs im Alten Kesselhaus im Areal Böhler seit 2002 fest in den Terminkalender. Warum funktioniert das Konzept der Kommunikation auch nach 17 Jahren immer noch so gut?

Philippi-Gerle: Weil ich glaube, dass auch im Zeitalter der sozialen Netzwerke im Internet nichts über das persönliche Gespräch geht. Ich halte es für ein großes Zeichen der Wertschätzung, wenn Menschen einander die Zeit und die Aufmerksamkeit geben und dabei sicherlich auch besser übers Geschäft sprechen können. Bei unseren Netzwerkveranstaltungen trifft man Menschen in Führungspositionen auf Augenhöhe, quasi am Vorzimmer vorbei.

business-on: Finanziert werden die Events von den Partnern, die Sie mit ihrem sechsköpfigen Team als Sponsoren gewinnen. Für welche Branchen ist das interessant?

Philippi-Gerle: Für sehr viele. Für die Vertreter der Industrie, für Automobilhändler, die Hotellerie, die Finanz- und Versicherungswirtschaft, die Möbelbranche, das Gesundheitswesen, die Gastronomie, Lebensmittelhandel, Immobilienbranche, aber auch für den Flughafen und die Airlines, um nur einige zu nennen.

business-on: Und die bauen dann im „Alten Kesselhaus“ ihre Stände auf und lassen sich etwas für die Gäste einfallen ...

Philippi-Gerle: Nicht nur das. Zu der Veranstaltung, bei der man Sponsor ist, kann man zehn Gäste einladen und man selbst wird ein Jahr lang zum Netzwerken eingeladen.

business-on: Und was, wenn man trotz Anmeldung nicht erscheint?

Philippi-Gerle: Wir haben da eine sehr konsequente Einladungspolitik. Wer trotz Anmeldung nicht kommt, ist raus, es sei denn, er spendet. Auf diese Weise sind über die Jahre schon viele tausende Euro für gemeinnützige Vereine zusammengekommen. Das ist ein „Säumnisobulus“, der mehr als gut angelegt ist.

(Das Interview führte Dr. Susan Tuchel)


 


 

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