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Deloitte Games Markt-Update

Die ungenutzten Potenziale der Konsolen: "Die wollen nur spielen"

Was sind die neuen Trends in der Games-Industrie? Das Deloitte-Markt-Update 2014 zeigt neben einer Stagnation der Video-Gamer-Zahl in Deutschland auch das Ausbleiben neuer Zielgruppen sowie die rückläufige Nutzung tragbarer Konsolen. Bei anspruchsvollen Nutzern etabliert sich jetzt die stationäre Konsole.


Im Vorfeld der Gamescom 2014 wurden 2000 Verbraucher in Deutschland befragt. Dabei stellte sich heraus, dass Angebote wie Video-on-Demand eher selten genutzt werden, obwohl gerade Streaming Media attraktive Vermarktungsoptionen für Konsolenhersteller bieten. Die Anzahl der Gewohnheitsspieler ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, wobei die Gruppe der älteren Spieler von 19 auf 16 Prozent schrumpfte. 22% der Befragten spielen mindestens einmal im Monat und fast ein Drittel mindestens einmal pro Woche. Der Anteil regelmäßig spielender Frauen ist dieses Jahr erneut kontinuierlich gestiegen. "Der Markt zeigt erste Anzeichen einer Stagnation, bei den Nutzerzahlen ist derzeit kein Wachstum zu erkennen. Gleichzeitig verlieren mobile Konsolen an Relevanz. Anbieter müssen daher bei der für die Branche wichtigen stationären Konsole neue Erlösquellen erschließen", kommentiert Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte.

Stationäre Konsolen auf dem Vormarsch

PC und Laptop stellen nach wie vor die mit Abstand bevorzugten Plattformen dar. Auch Smartphones und Tablets werden für die Gamer zunehmend attraktiver und verdrängen tragbare Konsolen. Trotz schwindender Beliebtheit letzterer sind diese in 26 Prozent der Haushalte vorhanden. Bei den anspruchsvollen Spielern entwickelt sich die stationäre Konsole immer stärker zur bevorzugten Wahl. In den letzten Monaten ist der Bestand erneut um 5 Prozentpunkte auf 44% gestiegen.

Video-on-Demand/Streaming

Zwar bieten die Spielekonsolen mit ihren Connectivity-Funktionalitäten ebenfalls Potenzial für verschiedene Online-Erlösmodelle, doch 83 Prozent der Befragten wollen lediglich spielen. So werden Video-on-Demand oder Musik-Streaming-Dienste kaum genutzt. Die Spielekonsolen sind ein ideales Bindeglied zwischen TV und Internet, aber kaum jemand macht Gebrauch von den Bewegtbild-Möglichkeiten. Dies lässt auf eine suboptimale Positionierung der Video-Funktionen seitens der Hersteller schließen. "Gerade bei den leistungsfähigen stationären Konsolen liegen Potenziale für eine weitere Wertschöpfung brach - so sehen sich gerade einmal 13 Prozent der Studienteilnehmer Videos über eine Konsole an. Hier können Anbieter weitere Mediengattungen außerhalb von Games stärker einbeziehen und sich durch clevere Konzepte vom Wettbewerb abheben", resümiert Klaus Böhm.

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft besitzt Deloitte ein weltweites Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern und Gebieten.

(ots / Redaktion)


 


 

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