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Deloitte-Studie

Weihnachten klopft an die Tür: Deutsche trotzen schlechter Konjunkturerwartung

Die Deloitte Xmas Survey zeigt hohe Ausgabenbereitschaft für das Weihnachtsfest. Diese bezieht sich allerdings weniger auf Kaufhäuser sondern eher aufs Online Shopping. Vor allem Bücher, Schokolade, Kosmetika und Parfüms sowie Gutscheine werden verschenkt.

Deutsche Verbraucher wollen Weihnachten 2014 für Geschenke ähnlich viel ausgeben wie im Vorjahr. Dies zeigt der Deloitte Christmas Survey 2014, für den 17.326 Menschen (Deutschland: 1.785) in 17 Ländern befragt wurden. Trotz der negativen Wirtschaftsprognosen werden beim Fest kaum Einschnitte gemacht. Das Gesamtbudget liegt in Deutschland 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, ist aber im Durchschnitt mit 437 Euro nach wie vor auf hohem Niveau. Die Einschnitte aufgrund negativer Konjunkturerwartungen lassen das Geschenkebudget (-2%) auf 266 Euro, das Lebensmittelbudget (-2,8%) auf 122 Euro, die Restaurantausgaben und andere Gemeinschaftsaktivitäten (-8,2%) auf weniger als 50 Euro sinken.

Der Deutschen liebstes Geschenk

Neben Geschenken aus der Region legen deutsche Konsumenten besonderen Wert auf ethische Standards bei der Produktherstellung. Mehr als die Hälfte der Befragten achtet beim Geschenkekauf auf ethische Standards. So beachten 70 % die Informationen auf den Verpackungen, wie Produktherkunfts- oder Fair-Trade-Siegel. Zwei Drittel wollen keine Produkte kaufen, die durch Kinderarbeit hergestellt wurden. Grundsätzlich wünscht man sich gern Bücher und Bargeld, wobei sich deutliche Unterschiede bei den Wünschen von Mann und Frau finden lassen. Während sich 55 Prozent der Frauen Bücher wünschen, steht bei Männern Bargeld mit 40 % ganz oben auf dem Wunschzettel. Das beliebteste Geschenk ist wie im letzten Jahr das Buch mit 41 Prozent. Viele Befragte wollen darüber hinaus Schokolade (26%), Kosmetika und Parfüms (24%) oder Geschenkgutscheine (24%) verschenken. Auch CDs, DVDs & Blu-Rays, Bargeld, Veranstaltungstickets, Kleidung und Beauty- & Wellnessprodukte sollen gekauft werden. Bei Weihnachtsgeschenken für Kinder wird darauf geachtet, dass sie traditionell und pädagogisch wertvoll sind - die Käufer greifen zumeist zu Spielen oder Büchern.

Das Internet als Such- und Vergleichsplattform 

Insgesamt macht sich der Trend zum Online-Shopping in der Weihnachtszeit besonders bemerkbar. Doch Fachhändler im stationären Handel können aufatmen: das Internet wird häufig nur zur Geschenkrecherche verwendet, aber nicht für den Kauf selbst. "Die aktuelle Wirtschaftslage wird von den deutschen Konsumenten positiv gesehen, besonders unter Jüngeren. 77 Prozent sind mit ihr zufrieden und planen für das Weihnachtsfest ähnlich hohe Ausgaben wie im Vorjahr. Die leichte Ausgabereduktion um rund 3 Prozent ist durch die erwartete konjunkturelle Trendwende zu erklären. Die wirtschaftliche Entwicklung für 2015 wird deutlich pessimistischer bewertet, ebenso gilt dies für die Kaufkraft", kommentiert Karsten Hollasch, Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte.

Die diesjährigen Weihnachtseinkäufe finden auch in diesem Jahr wieder früh statt. 73 % der Befragten planen sie noch im November oder bis Mitte Dezember. Das Internet nutzen dabei zwei Drittel zur Geschenksuche und zum Preisvergleich. In Europa liegt der Online-Anteil der Weihnachtseinkäufe im Vergleich zu Deutschland sogar nur bei 36 Prozent - Geschenksuche und Preisvergleich im Internet sind im europäischen Ausland ähnlich weit verbreitet wie unter deutschen Konsumenten. "Trotz leicht rückläufiger Weihnachtsbudgets können besonders Fachhändler vom Festtagsshopping profitieren. 41 Prozent der Konsumenten planen, ihre Einkäufe dort zu tätigen. 2013 waren es nur 28 Prozent. Umgekehrt will nur noch jeder Fünfte Geschenke in Kaufhäusern besorgen. Sie stehen auch angesichts des europaweiten Trends zum Online-Einkauf vor einem möglicherweise schweren Weihnachtsgeschäft 2014", resümiert Karsten Hollasch.

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Dabei besitzt es ein weltweites Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern und Gebieten.

(ots / Monster)


 


 

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