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Projektarbeit als Zukunftschance

Deutsche Bank und Z_punkt fordern heimische Wirtschaft zum Umdenken auf

Immer mehr Arbeit wird laut einer Studie der Deutschen Bank zukünftig in zeitlich befristeten Projekten erledigt, die über klassische Unternehmensgrenzen hinaus reichen und deshalb ein neues Denken erfordern. Angesichts dieser Entwicklung appellierte das Geldinstitut gemeinsam mit dem Strategieberatungsunternehmen Z_punkt in Essen an die deutsche Wirtschaft, im aktuellen Konjunkturboom wichtige Weichenstellungen nicht zu versäumen.

Immer mehr Arbeit wird laut einer Studie der Deutschen Bank zukünftig in zeitlich befristeten Projekten erledigt, die über klassische Unternehmensgrenzen hinaus reichen und deshalb ein neues Denken erfordern. Angesichts dieser Entwicklung appellierte das Geldinstitut gemeinsam mit dem Strategieberatungsunternehmen Z_punkt in Essen an die deutsche Wirtschaft, im aktuellen Konjunkturboom wichtige Weichenstellungen nicht zu versäumen.

Banken müssen lernen, Wissensbilanzen zu lesen

„Deutschland steht an einem wirtschaftlich- und gesellschaftspolitischen Scheidepunkt“, sagte Stefan Schneider, Leiter Macro Trends des Think Tanks DB Research der Deutschen Bank Gruppe, am Donnerstagabend während der Z_punkt-Konferenz Rethinking Business vor Unternehmensstrategen in der Zollverein-Design-School in Essen. „Um in der Projektwirtschaft erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen ihr Selbstverständnis neu definieren“, erklärte Andreas Neef, geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt. Ein freierer Austausch von Wissen sei ebenso nötig wie die Schaffung neuer rechtlicher Rahmen für derartige Kooperationen. Zudem sollten moderne Unternehmen ihre Kunden als „Projektpartner“ stärker an der Produktentwicklung beteiligen.

Schneider räumte ein, dass auch auf Seiten der Banken ein Wandel stattfinden müsse. Bei der Frage nach der Finanzierung eines zeitlich befristeten Projektes könnten Geldhäuser schließlich nicht auf die Geschäftsbilanzen der letzten fünf Jahre pochen. „Banken müssen vielmehr lernen, Wissensbilanzen zu lesen und zu bewerten“, sagte der DB-Research-Experte. Dazu sei es aber erst einmal nötig, Standards festzulegen, wie sich intellektuelles Kapital messen und bewerten lasse. Schneider schlug vor, hierbei etwa den Werdegang der Projektteilhaber, die Zusammensetzung ihres Beziehungsnetzwerk sowie den guten Ruf ihrer Kooperationspartnern zu berücksichtigen. Auch müssten Banken noch intensiver Technologie-Scouts einsetzen, die Märkte beobachten, um eine Innovation bewerten zu können.

Projektwirtschaft – geteilte Kosten, geteiltes Risiko

Mit seinen Frankfurter Kollegen hatte Schneider ein Zukunfts- Szenario für Deutschland im Jahr 2020 entwickelt, das im April 2007 vorgestellt wurde und aus dem hervorgeht, dass der Anteil der Projektwirtschaft an der Wertschöpfung von derzeit knapp zwei Prozent auf dann zirka 15 Prozent angewachsen ist. Eine Entwicklung, die in Deutschland vor allem dem Kreativpotential des flexibel agierenden Mittelstands und speziell der modernen Industrie zu Gute kommt.

„Der Erfolg liegt insbesondere darin begründet, dass Projektwirtschaft die Kooperation unterschiedlicher Wissensgebiete ermöglicht, die in dieser Breite nicht innerhalb eines einzigen Unternehmens zur Verfügung stehen, aber in Zukunft immer wichtiger werden“, so Schneider. Da sich in den kommenden Jahren Produktlebenszyklen weiter verkürzen werden, jedoch der Aufwand für Entwicklung und Vermarktung erfolgreicher Produkte rapide zunehmen wird, sieht die DB Research in der Projektkooperation von Spezialisten einen effizienten, weil flexiblen Weg für Unternehmen, den Marktanforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Getreu dem Grundsatz: geteilte Kosten, geteiltes Risiko.

Auftakt zur Konferenz-Reihe „Rethinking Business“

Mit seinem Vortrag bildete Stefan Schneider als Referent den Auftakt zur Konferenz-Reihe „Rethinking Business“ von Z_punkt, einem der führenden Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen in Deutschland. „In sieben Konferenzen zeigen wir zentrale Herausforderungen und Perspektiven für das Business von morgen auf und stellen sie im Rethinking Business-Blog zur Diskussion“, sagt Klaus Burmeister, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt. Der Konferenz-Zyklus, der bis Ende 2008 reichen wird, greift Themen wie ,New Materials’, ,Intelligente Infrastrukturen’ oder ,Bionic Society’ auf. Parallel dazu werden von allen Teilnehmern 15 Thesen entwickelt und fortgeschrieben, die als Leitbild für ein neues unternehmerisches Denken und Handeln dienen.


(Redaktion)


 


 

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