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Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf Ökostrom

Vor dem Hintergrund der drohenden Atomkatastrophe in Japan ist auch in Deutschland die Debatte um den Umgang mit der Atomkraft wieder neu entbrannt.

 Während der zeitnahe Verzicht auf die Kernenergie im deutschen Gesamtmaßstab aber wenig wahrscheinlich ist, setzen immer mehr Verbraucher auf „grüne“ Alternativen und entscheiden sich bewusst für den Bezug von Ökostrom. Dies zeigen die Ergebnisse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) im Rahmen einer aktuellen Auswertung des Wechselverhaltens privater Stromkunden.

Insgesamt haben sich über 30 Prozent der Verbraucher, die im Jahr 2010 einen Anbieterwechsel über toptarif.de (www.toptarif.de) vollzogen haben, für ein Ökostromprodukt entschieden. „In den Vorjahren ist die Wechselquote zu Ökostrom noch deutlich geringer ausgefallen“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. So wählte 2008 nur etwa jeder Zehnte beim Stromanbieterwechsel einen „grünen“ Tarif. 2009 stieg die Quote immerhin schon auf etwas mehr als 20 Prozent.

Hamburg und Baden-Württemberg an der Spitze

Besonders ausgeprägt ist die Vorliebe zu Ökostromtarifen in Hamburg. In der Elbmetropole haben 2010 rund vier von zehn Verbrauchern beim Anbieterwechsel auf einen umweltfreundlichen Strombezug gesetzt. Überdurchschnittlich hoch sind die Wechselquoten auch in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, wo mehr als jeder Dritte einen entsprechenden Ökostromtarif gewählt hat.

Weitaus weniger ausgeprägt ist die Wechselhäufigkeit hingegen im Saarland, in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt mit Wechselquoten unter 27 Prozent.

Situation in Japan und Debatte in Deutschland lassen Nachfrage nach „grünen“ Alternativen steigen

„Für die Zunahme der Wechselbereitschaft zu Ökostromprodukten sind mehrere Faktoren verantwortlich“, erläutert Dodt. „So steigt die Zahl der Wechsler zu umweltfreundlichen Stromtarifen erfahrungsgemäß dann signifikant an, wenn das Thema Atomkraft viel Raum in der öffentlichen Diskussion einnimmt - wie zuletzt bei der Debatte um die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke im vergangenen Herbst.“ Auch die momentane Situation in Japan und die aktuelle Debatte in Deutschland lassen die Nachfrage spürbar steigen. „Für das vergangene Wochenende und den Wochenbeginn registrieren wir ein rund 60 Prozent höheres Interesse an Ökostromtarifen als an normalen Tagen“, macht Dodt deutlich.

Hinzu kommt die Tatsache, dass immer mehr Anbieter mit Ökostromprodukten am Markt präsent sind und die Auswahl für die Kunden auch in diesem Segment immer größer wird. Mittlerweile gibt es neben reinen Ökostromanbietern auch zahlreiche Stadtwerke und überregionale Wettbewerber, die entsprechende Produkte auf den Markt gebracht haben.

Angesichts der stetig wachsenden Auswahl können wechselwillige Kunden auch immer häufiger von attraktiven Preismodellen profitieren. „Das Klischee vom teuren Ökostrom geht heutzutage völlig an der Realität des Marktes vorbei“, hebt Dodt hervor. Selbst Tarife mit den von Verbraucherschützern und Experten am häufigsten empfohlenen Qualitätssiegeln „Grüner Strom Label“ und „ok-power“ liegen bei günstigen Anbietern in der Regel rund 8 bis 13 Prozent unter den Preisen der örtlichen Grundversorgung. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom, der bislang noch keinen Tarif- oder Anbieterwechsel vollzogen hat, ergeben sich dementsprechend vielerorts konkrete Einsparpotentiale von 70 bis 120 Euro im Jahr.

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu günstigen Stromanbietern wechseln.

(Redaktion)


 


 

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