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Jobmotor ITK

Die Hightech-Branche in Deutschland boomt

2011 wuchs die Zahl der Mitarbeiter in der ITK-Branche um 18.000 auf insgesamt 866.000. Auch für dieses Jahr wird ein erneuter Zuwachs um rund 10.000 weitere Stellen erwartet. Diese Zahlen veröffentlichte der BITKOM anlässlich seiner Jahrestagung in Frankfurt. Außerdem bietet der Hightech-Branchenverband die neue Broschüre „Demografischer Wandel – Lösungsangebote der ITK-Industrie“ ab sofort als kostenlosen Download an.

„Der Jobmotor im IT-Sektor läuft, vor allem Software-Anbieter und IT-Dienstleister stellen zusätzliche Mitarbeiter ein“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Innerhalb der Branche kommt es dabei zu starken Umschichtungen. Während in der IT im Jahr 2011 die Zahl der Beschäftigten um 22.000 Personen stieg, sank sie in der Telekommunikation um 3.000.

„Die Telekommunikationsanbieter stehen derzeit unter enormem Preisdruck und haben gleichzeitig zweistellige Milliardeninvestitionen in die Breitbandnetze aufzubringen“, sagte BITKOM-Vizepräsident René Obermann.

Fachkräftemangel bleibt ein Problem

Der Fachkräftemangel bleibt das größte Wachstumshemmnis der Branche. Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) will in diesem Jahr zusätzliches Personal einstellen. Zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) leiden nach eigenen Angaben aber darunter, für offene Stellen nicht das geeignete Personal zu finden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des BITKOM unter seinen Mitgliedsunternehmen.

Laut BITKOM gibt es in Deutschland derzeit rund 38.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, die nicht oder nur sehr schwierig zu besetzen sind. Vor diesem Hintergrund begrüßte BITKOM die jüngsten Anstrengungen der Bundesregierung, kurzfristig Abhilfe durch eine verstärkte Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte zu erreichen. Dazu soll u.a. das neue Zuwanderungsportal ,make-it-in-Germany‘ dienen.

Kempf: „Die internationale Konkurrenz um die besten Köpfe der Welt ist hart und Deutschland steigt spät in diesen Wettbewerb ein. Umso wichtiger ist, dass wir mit großem Engagement und überzeugend weltweit für Deutschland als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt werben.“

BITKOM-Index auf hohem Niveau

Laut aktuellem BITKOM-Barometer ist das Geschäftsklima in der Hightech-Wirtschaft im zweiten Quartal des Jahres weitgehend stabil geblieben. Danach erwarten 69 Prozent der IT- und Telekommunikations-anbieter steigende Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-quartal. IT-Dienstleister und Software-Häuser sind überdurchschnittlich optimistisch, Telekommunikations-Unternehmen sind etwas zurückhaltender. Der BITKOM-Index liegt mit 56 Punkten weiterhin auf sehr hohem Niveau und deutlich über dem Ifo-Index. Für das Gesamtjahr erwarten fast drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen steigende Umsätze.

„Die Schuldenkrise in Europa und die Turbulenzen an den Finanzmärkten schlagen sich bislang kaum auf den ITK-Märkten nieder“, sagte Kempf. Der Verband bestätigte seine Jahresprognose: Die ITK-Branche wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,6 Prozent auf rund 151 Milliarden Euro zulegen. Sie wächst damit voraussichtlich deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft.

Breitbandausbau in Deutschland

Zusätzlichen Schub erwartet die Branche von Digitalen Netzen. Deutschland steht aktuell vor der Herausforderung, parallel zum Breitbandausbau seine fünf großen Infrastrukturen gleichzeitig komplett neu erfinden und aus dem analogen in das digitale Zeitalter überführen zu müssen: Energie, Verkehr, Gesundheitswesen, Bildungssystem und Behörden.

„Die Infrastrukturen sind untereinander stark zu vernetzen, deshalb müssen wir das Silo-Denken innerhalb der Wirtschaft und der Politik beenden. Wir brauchen einen konzertierten, branchen- und ressortübergreifenden Ansatz“, sagte BITKOM-Vizepräsident René Obermann.

„Der Aufbau intelligenter Infrastrukturen ist das wohl größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte unseres Landes. Die Basis dafür ist das künftige Super-Breitbandnetz, das den Weg in die Gigabit-Gesellschaft öffnet.“

Laut Breitbandstrategie der Bundesregierung sollen 2014 drei Viertel aller Haushalte mit Internet-Anschlüssen von mindestens 50Mbit/s versorgt werden. Derzeit sind es 40 Prozent der Haushalte. Um den Ausbau des Festnetzes zu beschleunigen, sind Telekommunikationsanbieter auf Synergien angewiesen sein, beispielsweise auf den Zugang zu den Netzen anderer Anbieter. Der Ausbau des mobilen Internets geht parallel sehr zügig voran.

Obermann: „Dank der schnellen Investitionen der Anbieter sind bereits zwei Jahre nach der Frequenz-Vergabe rund 15 Millionen Haushalte mit LTE erreichbar.“

Die neue BITKOM-Publikation „Demografischer Wandel – Lösungsangebote der ITK-Industrie“ kann hier heruntergeladen werden.

(Quelle: BITKOM)


 


 

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