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Die eigene Identität finden

Chancen und Herausforderungen für Startups

Wie schon der Name sagt: Startups befinden sich noch ganz am Anfang. Die eigene Identität ist oft schwammig und es fehlen Mittel und Wege, sie zu transportieren. Und oft gibt viele andere, die ein ähnliches oder sogar genau das gleiche Geschäftsmodell haben. Da muss schnell klar werden, wer man ist und was man anders oder besser macht, als alle anderen.

Auf der Startup Woche 2017 vom 5. bis zum 12. Mai in Düsseldorf bietet die Identitäts-Challenge einer begrenzten Zahl von Startups die Möglichkeit, ihre Identität auf die Probe zu stellen. Wir haben Albert Naasner und Michael Krisch gefragt, was die Startups bei der Challenge erwartet.

BON: Ihr beschäftigt Euch jeden Tag mit Unternehmen, Menschen, Institutionen und deren Identität. Warum ist Identität gerade für Startups so wichtig?

Albert: Ich würde gar nicht „für Startups“ sagen. Alle Unternehmen sollten sich damit beschäftigen! Ein Startup hat allerdings die große Chance, von Anfang an eine Identität zu formen, die nach innen und nach außen funktioniert. Nach innen würde man dann eventuell von einer Vision sprechen und nach außen von einer Marke. Und wenn beides da ist und zusammen passt, dann verstehen die Leute auch, warum sie sich für ein Unternehmen interessieren müssen. Und wenn nicht, dann nicht. Dann gibt es das Startup plötzlich nicht mehr.

Michael: Warum tragen wir eine bestimmte Uhr oder wählen eine bestimmte Partei? Wir identifizieren uns damit! Identität formt sich aus dem, was mich ausmacht und wofür ich stehe. Je klarer mir das ist, umso souveräner trete ich auf. Ich kann leichter entscheiden, was ich will und wie ich es erreiche. Alle erfolgreichen Unternehmen besitzen im Kern eine starke Identität.

BON: Was sind denn die größten Herausforderungen, wenn man als Startup versucht, eine Identität zu formen?

Michael: Eine eigene Identität zu finden ist nicht leicht. Deshalb kopieren viele einfach. Das muss nicht immer sofort scheitern, aber es ist sehr schwer etwas zum Erfolg zu bringen, für das man nicht brennt. Im tiefsten Inneren weiß man ja, dass es nichts Eigenes ist. Auf der anderen Seite kann es auch sehr anstrengend sein, sich intensiv mit sich selbst oder seinem Produkt auseinanderzusetzen. Das hat etwas von „Hosen runterlassen“ und ist ein sensibler und persönlicher Prozess. Schließlich wird man hier mit seinen Schwächen konfrontiert. Sich diese ehrlich einzugestehen ist ebenfalls eine große Herausforderung.

Albert: Es gibt immer folgenden Ablauf: Ich, das Startup, erzähle, was ich mache, wer ich bin. Dann muss das jemand hören, anschließend muss es verstanden werden, dann gefällt es und am Schluss gibt mir jemand vielleicht Geld. Also muss so viel wie möglich weggelassen werden, damit das was übrig bleibt stark und klar genug ist, um diesen Ablauf zu überstehen. Und das Weglassen, das „klar“ machen, ist eine weitere große Herausforderung.

BON: Wie werdet Ihr den Startups mit der Identitäts-Challenge helfen, „klarer“ zu werden?

Michael: Stell es Dir vor wie Sparring: Es kann auch mal weh tun, aber am Ende weiß man, wo man steht. Ist man schon bereit für den Ring, oder muss man noch härter an sich arbeiten? So ist es auch bei uns in der Identitäts-Challenge, nur das eine Runde 15 Minuten dauert.

Startups können sich noch unter [email protected] anmelden – First come, first serve!

(Redaktion)


 


 

Startup Woche 2017 Düsseldorf
Albert Naasner
Michael Krisch
Identität

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