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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Da werden sie geholfen: Ist Luisa hier?

Vor einige Tagen las ich in einer Tageszeitung meiner Lieblingswohnstadt Düsseldorf einen interessanten Hinweis. Auf der "Größten Kirmes am Rhein" könnten sich Frauen und Mädchen, die sich belästigt fühlen, an das Personal in den Bierzelten wenden. Der Hilferuf ist eine Frage: Ist Luisa hier?

Wirst du von jemandem bedrängt? Fühlst du dich gerade nicht sicher? Überschreitet dein Date deine Grenzen? Wirst du sexuell belästigt? Fühlst du dich bedroht? … dann gehe an die Theke und frage beim Personal „IST LUISA HIER?”.

Personal hilft im Notfall

Das Personal weiß dann, dass eine Frau oder ein Mädchen Hilfe braucht. Das verspricht jedenfalls die Koordinierungsstelle Luisa des Frauen-Notruf Münster e.V. Das Personal helfe dann diskret aus der Situation. Die Frau entscheidet selbst, welche Hilfemöglichkeit sie in Anspruch nehmen will, z.B. ein Taxi oder Freunde/Freundinnen rufen.

Die Idee hat bundesweite Verbreitung gefunden. In Düsseldorf machen Kneipen wie Ohme Jupp, Naseband’s und Zum Goldenen Einhorn mit. Es sind leider noch nicht viele, die sich auf der Internetseite luisa-ist-hier.de versammelt haben.

Der Initiative fehlt das Geld

Immerhin ist ein Anfang gemacht. Leider fehlt der Initiative das Geld für eine große Kampagne. Dabei ist das Angebot eine wichtige Hilfe. Gerade wenn die alkoholselige Stimmung in Kneipen und Diskos oder an den Theken der Bierzelte der Düsseldorfer Kirmes steigt.

Immerhin: Interessierte Gastronomen können die Aktion im Zusammenschluss mit anderen Gastronomiebetrieben durchführen. Empfohlen wird hier die Kooperation mit einem Frauen-Notruf oder einer Frauenberatungsstelle der Region. So wird sichergestellt, dass die Frau, die nach Luisa fragt, sich im Nachhinein an eine Fachstelle wenden kann.

Kommt der Notrufe auch an?

Ich hoffe nur, dass die Kellner*innen auf den Partys der Stadt vor lauter Drink-Bestellungen den Kopf frei haben für den ungewöhnlichen Hilferuf.

Luisa übernehmen Sie!

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                   Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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